"Kann es nicht glauben"

Farb-Attacke auf Klimt: Klima-Kleber müssen in Haft

Nach Klebe-Aktionen und Angriffen auf Gemälde müssen mehrere Klima-Aktivisten nun teils fast ein Monat lang in Haft.

Newsdesk Heute
Farb-Attacke auf Klimt: Klima-Kleber müssen in Haft
Unter anderem für diese Aktion setzt es nun fast ein Monat Haft.
Letzte Generation Österreich

Sie blockierten die Straßen in Wien, klebten sich an die Ringfahrbahn und vor Tunnel, einer der Aktivisten der "Letzten Generation" sorgte mit einer noch heftigeren Aktion für Aufsehen. Lorenz Trattner (26) klebte sich im November 2022 an das Gemälde "Tod und Leben" von Gustav Klimt im Leopold-Museum (bzw. dessen Schutzglas) und bewarf es mit schwarzer Farbe.

Der Student (Umwelt- und Bioressourcenmanagement) musste nun am Montag seine Haft antreten und fast ein Monat in einer Einzelzelle verbringen. "Ich kann es kaum glauben, dass Menschen wie ich, die vor dem drohenden Klimakollaps warnen, eingesperrt werden und nicht die, die uns so nahe an diesen Abgrund geführt haben", wettert er.

Vorbildfunktion

Auch Maximilian Schoissengeyer und Bernhard Schaller verbringen die nächsten Wochen als Ersatzfreiheitsstrafe im Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände, weil sie ihre Strafen nicht bezahlen konnten.

"Ich hätte mein persönliches Umfeld um Hilfe bitten oder einen Spendenaufruf starten können, um damit die Geldstrafe zu bezahlen. Das wollte ich aber nicht, denn Menschen sollen sehen, dass man für seine Zukunft auch etwas versuchen muss und geben soll", so Maximilian Schoissengeyer (27).

Bei ihm sind das nun konkret eben Geldstrafe für Proteste und daraus resultierend 20 Tage Haft. "Mir ist klar, dass nicht jede und jeder bereit ist, so weit zu gehen. Aber ich möchte es schwerer machen, dass Menschen sagen können, warum soll ich etwas machen, sonst nimmt ja auch niemand etwas auf sich."

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    REUTERS

    Auf den Punkt gebracht

    • Mehrere Klima-Aktivisten, darunter Lorenz Trattner, Maximilian Schoissengeyer und Bernhard Schaller, müssen aufgrund von Protestaktionen gegen den Klimawandel Ersatzfreiheitsstrafen antreten, da sie ihre Geldstrafen nicht bezahlen konnten
    • Sie sehen ihre Haft als notwendigen Schritt, um auf die Dringlichkeit des Klimaschutzes aufmerksam zu machen und fordern ein Umdenken in der Gesellschaft
    red
    Akt.