Farbgewaltiges Splatoon im kunterbunten Test

Nintendo lädt mit "Splatoon" zur Farbschlacht und begibt sich mit dem Game in Shooter-Gefilde. Das lässt uns und die Game-Gemeinde aufhorchen.
"Splatoon" ist schnell, bunt, kurzweilig und richtig, richtig lustig. Wir haben das Spiel bei der Nintendo "Splatoon"-Farbschlacht in Wien getestet. "Splatoon" für die Wii U bringt vieles, für das Nintendo bekannt ist. Witzige Charaktere, blitzschnelle, teils chaotische Spielszenen und jede Menge Farbe.

Letztere dominiert auch in "Splatoon": Mit knalligen Farben muss versucht werden, so viel vom Spielfeld wie möglich einzufärben, anzuschießen und zu bekleckern. Statt Scharfschützengewehr und Maschinenpistole ist man hier mit Spritzpistole, Farbroller und Tintengranaten bewaffnet.

Zwar ist das Game nicht darauf ausgerichtet, die Spielfiguren der Gegner zu treffen, doch zum Spaß des Spiels trägt auch das bei. Nintendo lud zum Test des Third-Person-Shooters zur Farbschlacht ein, bei der die Modi "Turf War", Einzelspielerkampagne und "Battle Dojo" ausprobiert werden konnten. Man steuert in jedem Modus einen "Inkling", der sich zum Schleichen, Fortbewegen und Tinte-Tanken in einen Tintenfisch verwandeln kann.

Schnell, bunt, chaotisch

Im klassischen Modus treten vier gegen vier Spieler in einer Online-Arena an - bis zum Ablauf des Timers gilt es, einen größeren Teil des Areals als das gegnerische Team einzufärben. Je nach "Bewaffnung" und Karte ist man dabei eher im Vor- oder Nachteil. Bietet die Map hohe Aussichtstürme, kann man mit einem Scharfschützengewehr die Gegner schon mal zur Verzweiflung bringen. Fast chancenlos ist man dagegen auf flachen Arealen, in denen man beim Zielen zum x-ten Mal von einem Farbroller geplättet wird.

Weil sozial mehr Spaß macht!

Heute Digital ist auch auf Facebook und Twitter vertreten. Folgen Sie uns und entdecken Sie die neusten Trends, Games und Gadgets aus der digitalen Welt.

>>> facebook.com/heutedigital
>>> twitter.com/heutedigital
Alle Game Reviews in der Übersicht!

Je ausgeglichener eine Partie abläuft und umso besser ein Team zusammenarbeitet, desto mehr Spaß macht sie auch. Vom Gegner eingefärbte Gebiete bremsen nämlich nicht nur den eigenen Spieler, sondern dienen dem Gegenüber auch als "Farb-Nachschub", indem man als Tintenfisch in die Farbe eintaucht. Je kleiner also das eigene Areal wird, umso mühevoller kann man sich fortbewegen. Und als Einzelkämpfer, der auf Teamstrategien pfeift, wird das Ganze sowieso nichts. In den Partien selbst geht der Puls schnell nach oben: Farbe spritzt einem um die Ohren, teils wird man im Sekundentakt vom Gegner außer Gefecht gesetzt.

Kein Frust, aber schnelles Vergnügen

Alternativ kann man noch in einer Kampagne, in der man gegen die fiesen Oktorianer kämpft, oder im "Battle Dojo" lokal gegen einen anderen Gegner antreten. Der Fokus liegt aber eindeutig auf der Mehrspieler-Kleckserei. Frust kommt bei dem Spiel keiner auf - und wer als Anfänger einmal "Counter Strike" oder "Call of Duty" gespielt hat, der weiß, wie viel das wert ist.



Durch eine kurze Anleitung, aber vor allem die Praxis, lernt man Tricks, wie man die Gegner nach und nach in die eigenen Farb-Fallen laufen lassen kann. In der Hektik geht aber auch etwas verloren: Durch das hohe Tempo ist es etwa so gut wie unmöglich, einen Blick auf die am Gamepad angezeigte Karte zu werfen, wenn es um das Einfärben gewisser Gebiete geht.

Schade, denn die Gamepad-Umsetzung der Spiel-Details ist Nintendo richtig gut gelungen. Ebenso nett: Für die Online-Gamer wurde eine eigene virtulle Stadt eingerichtet. Vermissen wird man in den Games dafür aber einen Chat, um sich mit Mitspielern zu organisieren.

Hype bleibt abzuwarten

Nintendo hat mit "Splatoon" versucht, einen neuen Hype um ein Nintendo-Game zu schaffen. Das gelingt bedingt. Während die Spiele unendlich viel Spaß machen, stößt man immer wieder an die Grenzen der Arenen und für stundenlanges Vergnügen ist die Auswahl der Arenen, Farben und Waffen zwar nicht gering, aber (bisher) überschaubar.

Spieler finden sich indes auf den Nintendo-Servern genug, was kein Wunder ist. Um diese bei Laune zu halten, muss Nintendo regelmäßig mit neuen Features aufwarten. Auch aus dem Ranglistensystem würde sich noch einiges herauskitzeln lassen. So bekommt man für die rund 39 Euro ein starkes Spiel, das Spaß für zwischendurch oder für Partys bietet. Legt Nintendo noch nach, könnte tatsächlich ein neuer Hype um "Splatoon" entstehen. (rfi)

Nav-AccountCreated with Sketch. rfi TimeCreated with Sketch.| Akt:
GametippGamesSpieleNintendoVideospiel

ThemaCreated with Sketch.Mehr zum Thema