Im Netz sorgt aktuell ein Instagram-Video für Aufsehen, in dem Farid Bang offen über die Verhaftung seines Vaters spricht. Auf die Frage, warum dieses Thema in seiner Musik so selten vorkam, antwortet er: "Ja, nur so in alten Sachen, da habe ich nicht oft drüber gerappt."
Besonders eindrücklich schildert der Rap-Star die Nacht, in der sein Vater festgenommen wurde. Als Kind übernachtete er bei einem Nachbarn, während sein Vater verhaftet wurde. "Der meinte: schlaf da, und dann hat der einen Deal gehabt. Und dann wurde der festgenommen... Ich hatte schon dieses Gefühl... der ist im Gefängnis", erinnert sich Farid.
Der Rapper verarbeitet diese prägende Kindheitserfahrung nun auch musikalisch. In seinem neuen Track "4:43" rappt er: "Ich war auch kriminell, doch war nie wie mein Dad im Knast."
Im Song beschreibt Farid Bang den Schlüsselmoment jener Nacht: "Aus meiner Kindheit weiß ich nur noch, wie Papa sagte: Wir sehn uns morgen, ich soll heut bei meinem Nachbarn schlafen. Er wurd geschnappt mit Ware in der Nacht am Hafen."
Das Video-Statement und der Song fügen sich zu einem Bild zusammen: persönliche Aufarbeitung, musikalisch verdichtet und ohne Filter. Es ist ein seltener Einblick in die Biografie eines Künstlers, der seine Vergangenheit erstmals so deutlich ausleuchtet.