Die neuen Homeschooling-Tipps machen Eltern wütend

Harter Lockdown in Österreich, Schüler müssen zu Hause lernen.
Harter Lockdown in Österreich, Schüler müssen zu Hause lernen.PETER KLAUNZER/APA/Picturedesk
Bildungsminister Heinz Faßmann hat in einem Infoblatt an die Eltern Tipps für das Homeschooling gegeben. Diese sorgen für viel Unmut.

Seit Dienstag befindet sich Österreich wieder im harten Lockdown. In den Schulen wurde auf Distance Learning umgestellt. Für fast drei Wochen müssen die Kinder nun zu Hause lernen. Ein Betreuungsangebot an den Schulen bleibt allerdings aufrecht.

In einem Elterninfoblatt des Bildungsministeriums wurden "Tipps zur Gestaltung des Alltags beim Distance-Learning"gegeben. In dem Papier wird dazu appelliert, Alltagsroutinen aufrecht zu erhalten und die Kinder zur gewohnten Zeit aufzuwecken.

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"Separater Arbeitsplatz für Kinder"

Weiters werden Eltern dazu aufgefordert, für ihre Kinder einen separaten, ruhigen Arbeitsplatz zu schaffen, der den Kindern für die gesamte Zeit zur Verfügung steht. Lern- und Spielräume solle man möglichst trennen. 

Vor allem dieser Punkt sorgt bei vielen Eltern für Aufregung. Im Netz gehen die Wogen hoch. Dass dieser Tipp für einkommensschwache Familien nicht umsetzbar ist und nicht jeder in einer geräumigen Wohnung lebt, wurde heftig kritisiert.

"Ich hab bis ich 16 war mit meinem Bruder und meiner Mama in einer 50 m2 Wohnung gelebt, und es frustriert mich wie absolut stur das Ministerium solche, echt nicht seltenen Lebensumstände ignoriert und so tut als wärs so einfach", erzählt eine Userin auf Twitter.

"Wie weltfremd"

Viele machen sich über die Forderungen lustig. "Kein Problem! Schick ich die Kinder halt zum Lernen in den Westflügel unseres Palastes... Wie weltfremd", schreibt eine weitere Mutter auf Twitter.

Am 7. Dezember sollen die Kinder wieder in die Schulen zurückkehren. Bildungsminister Faßmann appellierte an die Lehrer, bis dahin keinen neuen Stoff durchzunehmen. Die Schüler sollen "nicht mit neuen Aufgaben überhäuft werden." Der Schwerpunkt solle in den kommenden drei Wochen auf der Vertiefung des bereits Gelernten liegen.

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