Faßmann schreibt "Bibel" für Kindergärten

Bildungsminister Faßmann
Bildungsminister FaßmannDenise Auer
Das Netzwerk Elementare Bildung kritisiert ein mangelndes Corona-Sicherheitskonzept an Kindergärten. Man fühle sich vernachlässigt.

Vergangenen Mittwoch hat Bildungsminister Faßmann das Corona-Konzept für einen sicheren Schulbeginn im September vorgestellt. Vorgesehen sind vermehrte PCR-Tests, Luftfilter in den Schulen, Impfbusse und ein "Frühwarnsystem" durch Abwasseranalysen in Kläranlagen. An den Kindergärten würden dagegen Sicherheitskonzepte weiterhin fehlen, kritisiert das Netzwerk Elementare Bildung. Das beweise, dass die Politik Kindergärten als erste Bildungseinrichtung nicht anerkenne, so Sprecherin Natascha Taslimi auf Ö3. Sie fordert für die Jüngsten die gleichen Maßnahmen wie an Schulen.

Das Problem: Die Kindergärten sind Ländersache. Der Bildungsminister kann ihnen deshalb keine Vorschriften machen. Man sei aber dabei, ein Konzept mit Empfehlungen zu erarbeiten, sagt Faßmanns Sprecherin auf "Heute"-Anfrage. Fixer Bestandteil davon werden jedenfalls die Abwasseranalysen sein. Mit diesen kann das Virus schon rund sieben Tage vor dem ersten Erkennen der Infektionen nachgewiesen werden. Heißt: Zeigt eine der 116 Kläranlagen erhöhte Werte, werden die Kindergärten in der Gemeinde informiert und können frühzeitig reagieren. Fertig werden soll Faßmanns Kindergartenkonzept "in den nächsten Wochen".

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