Faymann konnte bei ORF-Sehern punkten

Bundeskanzler Werner Faymanns (SPÖ) umstrittener Auftritt bei der ORF-Sendung "Im Zentrum" am Sonntag Abend erzielte einen Marktanteil von 28 Prozent - das ist deutlich über Sendungsschnitt. Der Kanzler konnte bei den Sehern punkten, so eine Blitz-Umfrage. Einen kleinen Seitenhieb gegen die ÖVP ließ sich Faymann in dem einstündigen Interview nicht nehmen.

Der ORF erreicht mit dem Auftritt von Faymann bei Thurnher einen Marktanteil von 28 Prozent – Deutlich über SendungsschnittWien – Quotentechnisch ist der umstrittene Solo-Auftritt von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) Sonntagabend bei "Im Zentrum" für den ORF ein Erfolg: Durchschnittlich 599.000 Zuseher verfolgten das Interview in ORF 2 zur Flüchtlingskrise bei Ingrid Thurnher. Der Marktanteil liegt bei 28 Prozent. Das politisch umstrittene Sonderformat landete damit deutlich über dem Sendungsschnitt von "Im Zentrum", der heuer bisher bei 454.000 Sehern und 22 Prozent Marktanteil lag. Zum Vergleich: "Im Zentrum" kam eine Woche davor mit dem Thema "Österreichs Flüchtlingspolitik" auf im Schnitt 427.000 Seher bei einem Marktanteil von 21 Prozent. ÖVP, FPÖ und Grüne warfen dem ORF im Vorfeld der Übertragung mangelnde Objektivität und Ausgewogenheit vor. Die ÖVP ortete gar "Bestellfernsehen" im Auftrag der SPÖ und ließ durchblicken, dass man ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz bei der Wahl der neuen ORF-Führung im Sommer nicht unterstützen werde. Mehrere ORF-Stiftungsräte quer durch die politischen Lager forderten von Wrabetz in thematisch abgestimmten Anfragen Aufklärung über die Causa. Auf Initiative von ÖVP-Klubchef Reinhold Lopatka soll es am Mittwoch Gespräche mit den Parlamentsparteien zum Thema Objektivität geben. Vizekanzler Reinhold Mitterlehner sprach in der "ZiB 2" von "Bestellfernsehen" und forderte später neue Regeln hinsichtlich der Verwendung des Kurznachrichtendiensts Twitter durch ORF-Prominenz - derstandard.at/2000032872792/599-000-sahen-Kanzler-Solo-bei-Im-ZentrumDer ORF erreicht mit dem Auftritt von Faymann bei Thurnher einen Marktanteil von 28 Prozent – Deutlich über SendungsschnittWien – Quotentechnisch ist der umstrittene Solo-Auftritt von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) Sonntagabend bei "Im Zentrum" für den ORF ein Erfolg: Durchschnittlich 599.000 Zuseher verfolgten das Interview in ORF 2 zur Flüchtlingskrise bei Ingrid Thurnher. Der Marktanteil liegt bei 28 Prozent. Das politisch umstrittene Sonderformat landete damit deutlich über dem Sendungsschnitt von "Im Zentrum", der heuer bisher bei 454.000 Sehern und 22 Prozent Marktanteil lag. Zum Vergleich: "Im Zentrum" kam eine Woche davor mit dem Thema "Österreichs Flüchtlingspolitik" auf im Schnitt 427.000 Seher bei einem Marktanteil von 21 Prozent. ÖVP, FPÖ und Grüne warfen dem ORF im Vorfeld der Übertragung mangelnde Objektivität und Ausgewogenheit vor. Die ÖVP ortete gar "Bestellfernsehen" im Auftrag der SPÖ und ließ durchblicken, dass man ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz bei der Wahl der neuen ORF-Führung im Sommer nicht unterstützen werde. Mehrere ORF-Stiftungsräte quer durch die politischen Lager forderten von Wrabetz in thematisch abgestimmten Anfragen Aufklärung über die Causa. Auf Initiative von ÖVP-Klubchef Reinhold Lopatka soll es am Mittwoch Gespräche mit den Parlamentsparteien zum Thema Objektivität geben. Vizekanzler Reinhold Mitterlehner sprach in der "ZiB 2" von "Bestellfernsehen" und forderte später neue Regeln hinsichtlich der Verwendung des Kurznachrichtendiensts Twitter durch ORF-Prominenz - derstandard.at/2000032872792/599-000-sahen-Kanzler-Solo-bei-Im-Zentru

Bundeskanzler am Sonntag Abend erzielte einen Marktanteil von 28 Prozent – das ist deutlich über Sendungsschnitt. Der Kanzler konnte bei den Sehern punkten, so eine Blitz-Umfrage. Einen kleinen Seitenhieb gegen die ÖVP ließ sich Faymann in dem einstündigen Interview nicht nehmen.

Was die Quoten anbelangt, war der im Vorfeld umstrittene Solo-Auftritt von Faymann Sonntagabend bei "Im Zentrum" für den ORF ein Erfolg: Durchschnittlich 599.000 Zuseher verfolgten das Interview in ORF 2 zur Flüchtlingskrise bei Ingrid Thurnher. Der Marktanteil lag bei 28 Prozent. Das Sonderformat, das im Vorfeld bei der ÖVP. FPÖ und Grünen für Aufregung sorgte, landete damit deutlich über dem Sendungsschnitt von "Im Zentrum", der heuer bisher bei 454.000 Sehern und 22 Prozent Marktanteil lag.

Faymann punktete bei Sehern

Unique Research hat im Auftrag der SPÖ im Anschluss an die umstrittene ORF-Sendung die Seher zur Flüchtlingskrise und zur Performance von Bundeskanzler Faymann befragt.


Insgesamt 64 Prozent der Seher beurteilen die Vertretung Österreichs Interessen in der Flüchtlingsfrage durch Faymann auf EU-Ebene positiv. Im Detail: 23 Prozent empfinden seine Vertretung „sehr gut“, 41 Prozent „eher gut“, 20 Prozent „eher schlecht“ und 15 Prozent „sehr schlecht“.
Das Schließen der Balkanroute empfinden 59 Prozent „sehr richtig“, 26 Prozent „eher richtig“, 6 Prozent „eher falsch“ und 6 Prozent „sehr falsch“.
Nur 15 Prozent der Seher glauben an eine europäische Lösung in den nächsten Woche, 83 Prozent sind vom Gegenteil überzeugt.
62 Prozent der Seher unterstützen voll und ganz die Aussage „Solange es keine europäische Lösung gibt, soll Österreich weiterhin auf eigenstaatliche Lösungen setzen“. Weitere 24 Prozent „stimmen eher zu“, 8 Prozent „stimmen eher nicht zu“ und 4 Prozent „stimmen gar nicht zu“.
Insgesamt 61 Prozent der Seher attestieren Faymann einen positiven Eindruck, nachdem was sie im Interview gehört haben. Im Detail: Für 22 Prozent hat sich der Eindruck von Werner Faymann „sehr verbessert“, für 39 Prozent „eher verbessert“, für 18 Prozent „eher verschlechtert“ und für 12 Prozent „sehr verschlechtert.

Faymann: Seitenhieb gegen ÖVP

Faymann erklärte den Schwenk in der Flüchtlingspolitik so, dass er die Regierungspartei ÖVP nicht unbedingt gut aussehen ließ: Die Rolle der ÖVP in der gemeinsamen Flüchtlingslinie werde "überschätzt", so der Kanzler.

Massive Kritik im Vorfeld

Der Vorwurf der anderen Parteien gegenüber dem ORF im Vorfeld der Übertragung: mangelnde Objektivität und Ausgewogenheit. ÖVP-Parteiobmann und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner sprach von "Bestellfernsehen" im Auftrag der SPÖ und seine Partei vermerkte, dass man ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz bei der Wahl der neuen ORF-Führung im Sommer nicht unterstützen werde. Mehrere ORF-Stiftungsräte forderten Aufklärung. Auf Initiative von ÖVP-Klubchef Reinhold Lopatka gibt es am Mittwoch Gespräche mit den Parlamentsparteien zum Thema Objektivität. 

 

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