Drei Tage nach dem bitteren Europacup-Aus gegen Vitesse Arnheim (0:2 im Sechzehntelfinal-Rückspiel der Conference League) meldet sich Rapid in der Bundesliga mit einem Sieg zurück. Die Hütteldorfer bezwingen die WSG Tirol am Sonntag in der vorletzten Runde des Grunddurchgangs mit 2:0.
Es ist ein verdienter und für die Ziele der Wiener ungemein wichtiger Erfolg. Denn: Mit dem "Dreier" in Tirol sind sie auf Top-6-Kurs und können die Teilnahme an der Meisterrunde kommende Woche im Heimspiel gegen Austria Klagenfurt aus eigener Kraft fixieren. Dafür ist ein Sieg nötig.
Trainer Ferdinand Feldhofer zeigt sich bei Sky zufrieden. Er resümiert: "Wir haben zurecht viel Kritik eingesteckt, aber heute ist auch der Zeitpunkt viel Lob entgegenzunehmen. Wir wollten heute ganz klar die drei Punkte und das haben wir eindrucksvoll gemacht. Der Sieg geht in absolut Ordnung, vor allem nach den ersten 35 Minuten. Jetzt haben wir unser Endspiel vor den eigenen Fans."
Feldhofer über den Rückschlag von Arnheim: "Wir haben es schnell aufgearbeitet und abgehakt. Das ist nicht unser Anspruch und nicht das Gesicht, was wir zeigen wollen. Wir haben alle gemeinsam Fehler gemacht und müssen gemeinsam den nächsten Schritt setzen."
Über die Systemveränderungen sagt der Trainer: "Wir haben uns in der Vorbereitung schon einiges erarbeitet. Fakt ist, dass unsere Personalsituation uns dazu zwingt, Veränderungen vorzunehmen." Hintergrund: Nach der Niederlage gegen Vitesse hatte er für die Umstellung auf die Fünferkette Kritik einstecken müssen, auch von Sky-Experte Alfred Tatar.