Welt

Femen zettelt nach Razzia Protestserie an

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:48

Bei einer Razzia in Kiew (Ukraine) wurden in einem Büro von Femen eine Granate und eine Pistole gefunden. Die Aktivisten glauben, dass ihnen die Waffen untergeschoben wurden. Am Donnerstag gab es deshalb in mehreren europäischen Städten Solidaritäts-Nacktprotest.

Schon seit Wochen gehen die ukrainischen Behörden schärfer gegen die Femen-Aktivistinnen vor. Auslöser war ein Staatsbesuch von Russlands Präsident Wladimir Putin. Damals wurden drei Aktivistinnen und ein Fotograf festgenommen.

Am Dienstag hatten Polizisten im Femen-Hauptquartier in Kiew eine Granate und eine Pistole gefunden. Laut Aktivistin Alexandra Schewtschenko soll dies ein abgekartetes Spiel sein. Femen wirft den Behörden eine geplante Racheaktion vor. Den Mitgliedern drohen nun wegen illegalen Waffenbesitzes langjährige Haftstrafen. "Das deutet darauf hin, dass man uns ins Gefängnis stecken will, um Femen auszuschalten", meinte die 25-Jährige.

Büro verwanzt

Einen Tag nach einer Polizeirazzia schloss die Feministinnengruppe ihr Büro in Kiew. Es sei verwanzt, sagte die Chefin des ukrainischen Femen-Zweigs, Anna Huzol. "Aus Sicherheitsgründen ist es nicht mehr möglich, dort zu arbeiten." Die Entscheidung für den Umzug sei aber bereits vor der Razzia gefallen.

Um gegen das Vorgehen der Behörden zu protestieren, wurden in einigen Städten am Donnerstag Nacktproteste abgehalten. Die Bilder dazu sehen Sie in der Fotoshow.

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