Ferdinand Piech belastet Ex-VW-Chef Winterkorn

Bild: Fabian Bimmer / Reuters

Ferdinand Piech, der österreichische Miteigentümer von Volkswagen, erklärte vor der Staatsanwaltschaft Braunschweig, dass Ex-VW-Chef Martin Winterkorn viel früher von den Abgasmanipulationen gewusst hat, als er zugibt, berichtet der Spiegel.

Piech, der zuletzt Aufsichtsratsvorsitzender und davor so wie Winterkorn Vorstandsvorsitzender bei Volkswagen war, hat laut dem Magazin der zu Protokoll gegeben, er habe erstmals im Februar 2015 "von einem Informanten den Hinweis erhalten, dass VW ein großes Problem in den USA habe, weil das Unternehmen mit einer Software die Abgaswerte manipuliere; Hinweise darauf hätten US-Behörden bereits an VW weitergeleitet."

Er habe dann Winterkorn darauf angesprochen, doch dieser habe ihm versichert, dass ein derartiges Dokument aus den USA nicht existiere. Bisher hatte die Führungsebene von VW erklärt, erst im Herbst 2015 von den Manipulationen erfahren zu haben.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt derzeit gegen Winterkorn und andere hochrangige VW-Mitarbeiter wegen Betrugs.

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