Aufatmen im 11. Bezirk: Nach einer Nacht voller kalter Heizkörper und heißer Nerven haben die Wiener Netze jetzt die entscheidende Wende geschafft. Der Wärmestopp in Simmering, ausgelöst durch ein unterirdisches Leck an einer Fernwärmeleitung, ist endlich lokalisiert – dank eines Hightech-Roboters, der sich am Vormittag tapfer durch die dunklen Rohre gekämpft hat.
In den Nachtstunden begann die Wärmeversorgung bereits wieder anzulaufen. Ganze 20.000 Haushalte wurden seit den Morgenstunden erneut ans Netz gebracht – eine Mammutaufgabe, denn Fernwärme funktioniert nicht auf Knopfdruck: Erst müssen Millionen Liter Wasser in dem gigantischen System wieder auf Temperatur gebracht werden.
Während Bagger im Bereich der Kaiser-Ebersdorfer Straße unermüdlich arbeiten, werden am Abend die letzten Grabungen abgeschlossen. Die Experten schweißen die beschädigte Leitung zusammen, damit Freitagvormittag alles wieder dicht ist. Die letzten Haushalte sollen spätestens Mittag wieder am Netz angeschlossen sein.
Unterdessen organisiert die Simmeringer Bezirksvorsteher eine kurzfristige Entlastung und Hilfsangebot. Am Donnerstag, von 17.30 bis 21.15 Uhr gibt es im Schulgebäude der Florian-Hedorfer-Straße 22 die Möglichkeit zum Aufwärmen und warm duschen.
Außerdem gibt es zusätzlich für alle Simmeringer auch warme Getränke. "Ich setze mich weiterhin dafür ein und stehe in engem Austausch mit den zuständigen Personen, um bestmögliche Unterstützung und Hilfe für alle anzubieten, die es am dringendsten benötigen", teilt Bezirkschef Thomas Steinhart (SPÖ) auf Facebook mit.