Am Verteilerkreis Favoriten ging am Montagmorgen nichts mehr. Rund 12 Aktivisten der Letzten Generation haben den Frühverkehr um 8.30 Uhr zum Erliegen gebracht. Vier Klimaschützer klebten ihre Hände auf der Fahrbahn fest, zwei davon direkt vor der Autobahnabfahrt der Tangente. Die Polizei leitete den Verkehr über einen Grünstreifen um und konnte die Blockade nach rund 1,5 Stunden beenden.
Ziel der Blocke war es, "in Zeiten der Klima-, Öl- und Gaskrise niedrigere Tempolimits als Sofortmaßnahme" einzufordern. Eine Gruppe Aktivisten wanderte mit selbst gemalten Schildern durch den Stau, um ihre Betroffenheit durch die drohende Klimakatastrophe zum Ausdruck zu bringen. Der Versuch, auf die Autobahn zu gelangen, wurde von der Polizei verhindert.
Autofahrer reagierten auf den Protest mit einem Hupkonzert und Schimpftiraden. Dabei kam es auch zu Handgreiflichkeiten, als ein Lenker eine Aktivistin daran hindern wollte, sich festzukleben. Besonders heikel war die Blockade für Erika H. (63), die gerade auf dem Weg zu ihrer Chemotherapie war. Sie wurde von den Aktivisten nach kurzer Diskussion durchgelassen.