Gegen 21.40 Uhr gingen wie berichtet beim Veranstalter mehrere Anrufe ein. Dabei wurde eine Drohung ausgesprochen. Welche genau, darf Gattermaier nicht sagen, wie er am Sonntagvormittag gegenüber "Heute" erklärt.
Nach den Anrufen habe man sofort die Polizei informiert. In Abstimmung mit allen Beteiligten wurde das Festivalgelände geräumt. Binnen nur 20 Minuten verließen rund 3.000 Besucher das Areal.
Trotz der angespannten Situation sei "alles friedlich abgelaufen", die Evakuierung habe "super funktioniert", betont Gattermaier. Während die Gäste das Gelände verließen, waren bereits Spezialkräfte im Einsatz.
Sie durchsuchten das gesamte Festivalareal, fanden aber keine verdächtigen Gegenstände. Aus ermittlungstaktischen Gründen wollte auch die Polizei nicht bekannt geben, um welche Art von Drohung es sich bei den Anrufen gehandelt hatte. Die Ermittlungen laufen weiter.
Auf Instagram wirkte es zunächst allerdings so, als wäre ein Unwetter der Grund für die Räumung: Der Veranstalter verwendete Regen-, Gewitter- und Tornado-Symbole. Die Besucher wurden aufgefordert, ruhig das Gelände zu verlassen, den Wegweisern zu folgen und Schutz zu suchen.
Ob diese Darstellung bewusst gewählt wurde, um Unruhe zu vermeiden, ist nicht bekannt. Dass die brisante Ursache zunächst nicht öffentlich genannt wurde, könnte aber dazu beigetragen haben, eine Panik unter den Tausenden Gästen zu verhindern.
Am Sonntagvormittag war die Erleichterung groß: "Das Festival läuft schon wieder", erklärte Gattermaier. Auch für die Besucher, deren Festivalabend durch die Räumung vorzeitig endete, gibt es eine Lösung: Alle Gäste mit einem Tagesticket für Samstag dürfen am Sonntag kostenlos auf das Gelände kommen.