Tirol

Festnahme bei Anti-Corona-Demo – "Bin jetzt ruiniert!"

Widerstand gegen die Polizei bei einer Anti-Corona-Demo bringen schwerwiegende Folgen für einen Tiroler: Job weg, Wohnung weg und er ist verletzt.
23.04.2022, 08:30

Ein 43-jähriger Tiroler muss sich vor Gericht verantworten, so berichtet die "Krone". Er nahm an einer Anti-Corona-Demo am Innsbrucker Landhausplatz im Jänner dieses Jahres teil und es kam zu einem Polizeieinsatz.

Widerstand gegen die Polizei

Die Situation eskalierte, als Polizisten den Mann zu Boden bringen wollten, dieser aber Widerstand leistete. Das könnte teuer für ihn werden, wenn er Schmerzensgeld zahlen muss. Vor Gericht sagt er: "Ich bin ruiniert!". Ihm wurde gekündigt, er musste aus seiner Wohnung ausziehen und klagt jetzt über gesundheitliche und körperliche Probleme. Er wurde laut eigenen Angaben von den Polizisten beim Einsatz schwer verletzt. "Zwei taube Finger. Kreuz und Knie sind komplett ruiniert. Ich kann nicht mal mehr einen 15-Kilo-Sack Pellets in den ersten Stock tragen.“ Beim Prozess wiederholt er: "Ich habe gar nichts mehr!"

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Beweis-Videos sollen die Gewalt gegen Demonstranten zeigen

Der Angeklagte schilderte die Situation aus seiner Sicht, ein Polizist soll ihn geschlagen haben und er wollte sich keinesfalls, wie andere Demonstranten, auf die nasse Straße drücken lassen. Mit Beweis-Videos will er seine Unschuld beweisen. Die Polizisten fordern wegen des Widerstandes des Angeklagten, Schmerzgeld in Höhe von 2.900 bzw. 3.500 Euro. Das Gerichtsverfahren wurde vertagt.