Das Unwetter am Sonntagabend hat ausgerechnet während der Festspielzeit Schäden im Salzburger Festspielbezirk angerichtet. Ein Ablauf hinter dem Foyer des Großen Festspielhauses konnte die enormen Regenmengen nicht mehr aufnehmen.
Das Wasser staute sich zurück, drang unter den Türen hindurch und floss schließlich bis ins Foyer des Großen Festspielhauses. Mitarbeiter mussten rasch eingreifen, um größere Schäden zu verhindern.
Nicht nur das Große Festspielhaus war betroffen. Im Haus für Mozart, wo am Sonntagabend die Premiere von "Ariadne auf Naxos" stattfand, tropfte während des Unwetters Wasser von der Decke. Auch der Zugang zum Gebäude wurde durch den Starkregen beeinträchtigt.
Bereits zuvor musste die Vorstellung des "Jedermann" wegen des schlechten Wetters kurzfristig vom Domplatz ins Große Festspielhaus verlegt werden.
Für Festspiel-Geschäftsführer Lukas Crepaz ist der Wassereintritt ein weiterer Beweis dafür, dass der Festspielbezirk dringend modernisiert werden muss.
Zwar seien die unmittelbaren Probleme rasch behoben worden, doch der Vorfall habe deutlich gezeigt, dass die bestehende Infrastruktur den immer häufiger auftretenden Starkregenereignissen nicht mehr gewachsen sei. Besonders das Faistauer-Foyer und Teile des Hauses für Mozart seien sanierungsbedürftig.
Die umfassende Erneuerung des Festspielbezirks ist bereits unter dem Projekt "Festspielbezirk 2030" geplant. Dabei sollen genau jene Schwachstellen beseitigt werden, die nun durch das Unwetter erneut sichtbar wurden.
Über die Sanierung herrscht grundsätzlich Einigkeit. Wie viel Geld dafür tatsächlich ausgegeben werden soll, ist allerdings noch Gegenstand politischer Diskussionen. Das Land Salzburg will sich mit 30 Prozent an den Kosten beteiligen, pocht jedoch auf eine Kostenobergrenze.