Zehn Feuerwehren aus der Umgebung von Hardegg (Bez. Hollabrunn) sind unermüdlich im Einsatz. Mit sieben Einsatzfahrzeugen befüllen sie seit vergangenem Dienstag die Wassertanks der Stadtgemeinde. Freiwillige Helfer unterstützen dabei ihre Arbeit und holen zusätzlich Trinkwasser aus der Nachbargemeinde Langau im Bezirk Horn.
Seitdem bekannt wurde, dass im nahegelegenen Tschechien große Mengen tierischer Exkremente in die Thaya gelangt sind, gelten strenge Sicherheitsvorschriften: Alle zwei Stunden werden Wasserproben gezogen. Sukzessiv nahm die Kontaminierung ab.
Gegenüber dem ORF sagte Bürgermeister Friedrich Schechtner (ÖVP), dass das Wasser bereits wieder in dem Zustand sei, "in dem es vor der Kontaminierung gewesen ist. Die Freigabe des Wassers kann aber erst erfolgen, wenn es von einem anerkannten Labor untersucht wird."
Das dürfte aller Voraussicht nach frühestens am Donnerstag so weit sein. Denn auch diesen Dienstag werde das Labor um 7 Uhr eine Probe entnehmen. Bis er das Ergebnis in Händen halte, dauere es aber mindestens 48 Stunden, erklärt der Bürgermeister.
"Sobald die erforderliche Wasserqualität wieder erreicht ist, werden die Pumpen- und Filteranlagen zur Wasserentnahme aus der Thaya wieder in Betrieb genommen", versicherte Bezirksfeuerwehrkommandant, Alois Zaussinger. Und der Kommandant der Feuerwehr Hardegg, Heinrich Löschnig, versicherte, dass genug Feuerwehren und Menschen beteiligt seien, um den Einsatz aufrechterhalten zu können.
Vom Bürgermeister heißt es, dass die Trinkwasserversorgung Hardeggs zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen sei. Hardegg bezieht sein Wasser aus einem Nebenarm der Thaya. Mit großem Aufwand muss die Gemeinde derzeit auf Wasserbehälter ausweichen.