Am Montag, 19. Jänner, wurde die Thaya verunreinigt. Die Gemeinde Hardegg (Bezirk Hollabrunn, NÖ) konnte nicht mehr mit Trinkwasser versorgt werden, aber die Feuerwehr rettete die Lage. Auch die Gemeinde Weitersfeld (Bezirk Horn, NÖ) sei betroffen.
Auf tschechischem Staatsgebiet sei ein Lagerbecken mit Abwasser gebrochen. Dadurch soll es wegen der Gülle zur Verunreinigung der Thaya gekommen sein.
Friedrich Schechtner (ÖVP), Bürgermeister von Hardegg, erläuterte vor Kurzem gegenüber "ORF NÖ", dass die Entnahme von Wasser aus dem Brunnen der Stadtgemeinde vorsorglich eingestellt werden musste – wegen der Gülle aus einem tschechischen Betrieb.
"Die Wasserversorgung der Gemeinde Hardegg ist sichergestellt", so Bezirkshauptmann Karl-Josef Weiss bereits am Dienstag
Der Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Reinhard Scheichenberger erklärte am Dienstag, den 20. Jänner: "Aktuell pendeln mehrere Tanklöschfahrzeuge sowie Wechsellader mit einer Gesamtkapazität von 23.000 Litern zwischen einer Wasserentnahmestelle in Langau und dem Hochbehälter in Felling."
Die Befestigung eines Straßenabschnitts sowie dessen Vorbereitung für den Einsatzverkehr waren vor Beginn des Pendelverkehrs notwendig.
Am Mittwoch, den 21. Jänner, seien es Feuerwehrautos mit einer Gesamtkapazität von bereits 47.000 Litern Wasser. Bisher wurden circa eine halbe Million Liter Wasser transportiert. In einer Nacht mussten weitere Feuerwehren nachalarmiert werden – Grund war der gesteigerte Wasserverbrauch in dieser Zeit.
Alois Zaussinger, Bezirksfeuerwehrkommandant, erklärt: "Die Wasserrechtsbehörde ist vor Ort und führt in regelmäßigen Abständen Wasserproben durch. Sobald die erforderliche Wasserqualität wieder erreicht ist, werden die Pumpen- und Filteranlagen zur Wasserentnahme aus der Thaya wieder in Betrieb genommen." Auch am Mittwoch werden noch stetig Messungen gemacht.
Die eisigen Temperaturen sind zusätzlich herausfordernd für Mensch und Material. Um teilweise abgelöst werden zu können, werden am Mittwochabend noch die Feuerwehren Sitzendorf (Bezirk Hollabrunn, NÖ) sowie Stockerau (Bezirk Korneuburg, NÖ) nachalarmiert.
Landesvize Stephan Pernkopf zur Lage: "Auf tschechischem Staatsgebiet kam es zu einer Verunreinigung der Thaya, die flussabwärts nach Österreich weiterfließt. Bezirkshauptmannschaft Hollabrunn, die Feuerwehren vor Ort und Gewässerexperten sind im Einsatz, um die Lage zu kontrollieren und zu normalisieren. Dazu wurde auch einen Bezirksführungsstab eingerichtet, in dem die Einsatzkräfte und alle Maßnahmen koordiniert werden. Ziel ist es, die Trinkwasserversorgung vor Einträgen zu schützen, dank der hervorragenden Arbeit aller Einsatzkräfte gelingt das auch!"