Seit 19. Juni ist der Mona-Lisa-Tunnel im Linzer Süden gesperrt. Folge sind lange Staus auf der B1 in Ebelsberg und auf den Ausweichrouten über die Stadtautobahn zu den Stoßzeiten. Schon am ersten Tag der Tunnelsperre standen die Autofahrer um 6 Uhr in der Früh Stoßstange an Stoßstange.
Vor allem die Einwohner von Linz-Ebelsberg leiden unter der derzeitigen Situation. Viele LKW fahren ihrem Navi nach, werden von der Autobahn durchs Nadelöhr in Ebelsberg geschickt, anstatt über die Autobahn ins Industriegebiet von Linz zu fahren. Nun werden bereits Rufe nach einem Lkw-Verbot laut.
Und jetzt sorgt die Tunnel-Sperre für den nächsten Aufreger. Wie berichtet brannte am Sonntagabend das Haus einer Familie in Ebelsberg. Auslöser war ein Gasgrill auf der Terrasse. Innerhalb von wenigen Minuten stand die Holzkonstruktion in Flammen, breitete sich dann auf das Dach aus und zerstörte erhebliche Teile des Hauses.
Wie die Feuerwehr Ebelsberg nun berichtet, konnten manche der Einsatzkräfte nicht sofort zum Brandort fahren, weil die Helfer im Stau standen. "Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Ebelsberg standen mit ihren Privat-PKW’s auf der Anfahrt ins Feuerwehrhaus – auf Grund der Tunnelsperre des Mona-Lisa Tunnels – erheblich im Stau und mussten zum Teil das Auto abstellen und zu Fuß ins Feuerwehrhaus laufen, dadurch kam es zu einer verzögerten Ausfahrt der Einsatzkräfte", so die Feuerwehr auf ihrer Website.
Der Brand, so die Feuerwehr, habe "erheblichen Schaden" verursacht. "Glücklicherweise wurden bei dem Vorfall keine Personen verletzt."