Kosten liegen bei 10.326 Euro

Neuer FH-Lehrgang in NÖ gegen Hackerangriffe

Ein neuer Lehrgang an der Fachhochschule Wiener Neustadt bildet Experten aus, um Cyberangriffe künftig abzuwehren.
Niederösterreich Heute
12.08.2026, 03:00
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Im März 2025 wurde die Gemeinde Maria Enzersdorf (Bezirk Mödling, NÖ) Opfer eines Hackerangriffs – wir berichteten. Der EDV-technische Betrieb war stark eingeschränkt. In solchen Fällen werden Cybercrime-Ermittler gebraucht.

Hochschulen in Cybercrime involvieren

Michael Fischer, Leiter der Fakultät Sicherheit an der Fachhochschule Wiener Neustadt (), erklärt gegenüber "ORF NÖ": "Die Entwicklungen im Cybercrime-Bereich sind sehr dynamisch. Die Strafverfolgungsbehörden haben massive Probleme, die richtigen Damen und Herren zu finden. Deshalb muss man auch den Hochschulbereich miteinbeziehen, der sich tagtäglich damit beschäftigt."

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Hohe Kosten für Lehrgang

Aus diesem Grund gibt es seit dem Sommersemester 2026 an der Fachhochschule Wiener Neustadt den Lehrgang "Cyber Crime Investigation". In zwei Semestern beschäftigen sich die Teilnehmer mit allen Seiten von computerunterstützten Straftaten.

Es gibt 20 Studienplätze in dem berufsbegleitenden Lehrgang und kostet 10.300 Euro zuzüglich des ÖH-Beitrags (Wintersemester 2026/27: 26,20 Euro). Am Ende erhält man folgenden akademischen Grad: "akademisch geprüfte:r Cybercrime-Expert:in".

Der Inhalt vom Lehrgang wurde eng mit der Polizei abgestimmt. Die Teilnehmer lernen etwa, wie man Computersysteme schützt, wie Täter vorgehen und wie digitale Spuren gesichert werden – "ORF NÖ" berichtete.

Der neue Lehrgang ist für Quereinsteiger genauso wie Finanzermittler, Cyber-Abwehr-Kräfte vom Bundesheer oder spezialisierte Staatsanwälte und Richter. "Wir haben Cybercrime-Ermittler, aber auch digitale Forensiker im Lehrgang sitzen, die kommen aus ganz Österreich. Der bundesweite Austausch ist wichtig", so Jennifer-Marieclaire Sturlese, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät Sicherheit.

Künstliche Intelligenz hilft

Jürgen Lorenz, Technischer Vortragender, erklärt gegenüber "ORF NÖ": "Der Cybercrime-Absolvent sollte Architektur verstehen. Das heißt, er muss einen Angriff vom Entstehungsprozess bis zur Analyse zum Nachweis bringen. Da ist sehr viel forensische Arbeit dabei. Es geht nicht darum, konkrete Werkzeuge bis ins Detail zu kennen, wir haben heutzutage KI dazu, die uns hilft."

Im Lehrgang werden auch echte Hackerangriffe simuliert. Nach dem Abschluss können die Absolventen dabei mitwirken, dass Angriffe entweder aufgeklärt werden oder erst gar nicht geschehen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 12.08.2026, 03:00