Fiebermessen nach Flügen aus Iran und Südkorea

Sanitätsstab tagte in St. Pölten.
Sanitätsstab tagte in St. Pölten.Bild: NLK/Reinberger
Ab heute werden bei Direkt-Flügen aus dem Iran und aus Südkorea wieder Temperaturmessungen am Flughafen Wien-Schwechat durchgeführt.

„Bisher wurden in Niederösterreich insgesamt 309 Personen getestet. Davon waren 281 negativ, drei positiv und 25 sind derzeit noch offen", informierte heute, Dienstag, Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (VP) im Zusammenhang mit der Lage rund um das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2. Die Situation werde „mit großer Sicherheit und Verlässlichkeit" abgewickelt, stellte der Leiter der Lagebesprechung fest.

„Der Sanitätsstab tagt täglich", betonte der Landesvize und bedankte sich bei den eingebundenen Expertinnen und Experten. Man halte sich strikt an die Vorgaben des Bundes, etwa auch, was die Abhaltung von Veranstaltungen betreffe: „Hier gibt es eine ganz klare Checkliste für Veranstalter."

Frau befindet sich in häuslicher Quarantäne

Was den dritten bestätigten Fall betreffe, so befinde sich die Erkrankte in häuslicher Quarantäne, hielt der LH-Stellvertreter fest. Nachdem auch die erkrankte Frau, die sich zunächst im SMZ Süd (Kaiser-Franz-Josefs-Spital in Wien) befand, aus der stationären Behandlung entlassen wurde, befänden sich nun alle drei bestätigten Fälle in Niederösterreich in häuslicher Quarantäne.

Auch Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SP) bedankte sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Sanitätsstabes, der seit vergangenen Mittwoch täglich tagt. Sie wies darauf hin, dass auch ein Informationsblatt für alle öffentlichen Einrichtungen ausgearbeitet worden sei. Mit der Gesundheitshotline „1450" habe man „einen sehr guten Partner", der nach einem exakten Stufenplan die Kontakte abwickle. Ab dem heutigen Tag werden durch Teams des Roten Kreuzes und des Samariterbundes mobile Tests durchgeführt, informierte sie: „Damit müssen Verdachtsfälle das Haus nicht mehr verlassen."

Der stellvertretende Landesrettungskommandant des Roten Kreuzes, Johann Kaufmann, erläuterte den Ablauf der mobilen Tests. Nach einem Telefonat mit der Gesundheitshotline „1450" und der dabei erfolgten Befragung sowie nach Einschaltung eines Amtsarztes, der eine weitere Befragung durchführe, erfolge der Auftrag an das Testteam: „Drei Teams des Roten Kreuzes und ein Team des Samariterbundes sind im Einsatz." Die Teams führen einen Abstrich durch und arbeiten in enger Abstimmung mit der Landesgesundheitsagentur und der Behörde, berichtete Kaufmann.

Wieder Temperaturmessungen

Die niederösterreichische Landessanitätsdirektorin Irmgard Lechner ging u. a. auf die Maßnahmen am Flughafen Wien-Schwechat näher ein. So würden ab heute bei Direkt-Flügen aus dem Iran und aus Südkorea wieder Temperaturmessungen durchgeführt, informierte sie.

Im Zuge des Pressegespräches, an dem auch Landesamtsdirektor Werner Trock, der Vorstand der Landesgesundheitsagentur Konrad Kogler, der Direktor für Medizin und Pflege Markus Klamminger sowie der Vizepräsident des Samariterbundes Hannes Sauer teilnahmen, gab der international bekannte Hygieniker und Infektiologe, Univ.-Prof. Ojan Assadian, Auskunft über seine Einschätzung der Lage. So könne man „ganz klar feststellen", dass das neuartige Coronavirus „eine deutlich mildere Erkrankung" als das SARS-Virus im Jahr 2002 sei. Viele Personen blieben asymptomatisch, die Erkrankten zeigten grippale Krankheitssymptome.

Insgesamt sei das Virus „irgendwo zwischen Schnupfen und Influenza" einzuordnen, so Assadian. Das Land Niederösterreich verfüge über „ausgezeichnete Einrichtungen" und sei insgesamt „sehr gut vorbereitet", zeigte er sich überzeugt.

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