Kampf gegen Zeitspiel

FIFA plant neue Regeln für die Fußball-WM

Countdown bei Einwürfen, Strafen bei Wechseln, neuer VAR-Eingriff – die FIFA denkt vor der WM an einige Regel-Änderungen.
Sport Heute
26.02.2026, 16:50
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Die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko sprengt alle Dimensionen: 48 Teams, mehr Spiele, mehr Shows. Doch jetzt wird klar: Nicht nur das Turnier-Format könnte neu sein – auch die Regeln selbst stehen vor einer kleinen Revolution.

Wie die "Sportbild" berichtet, prüft die FIFA gemeinsam mit dem International Football Association Board (IFAB) mehrere tiefgreifende Änderungen. Ziel: weniger Zeitspiel, mehr Tempo, mehr Transparenz.

Künftig könnte es bei Einwürfen, Abstößen oder anderen Standards einen sichtbaren Countdown geben. Heißt: Wer sich zu viel Zeit lässt, riskiert einen Ballverlust.

Ähnlich wie die bereits eingeführte Acht-Sekunden-Regel für Torhüter soll das Spiel dadurch deutlich beschleunigt werden. Diskussionen, Verzögerungen, taktisches "Abkühlen" einer Partie – all das will die FIFA stärker unterbinden.

Harte Strafe bei Wechseln

Besonders brisant ist ein Vorschlag rund um Auswechslungen. Verlässt ein Spieler das Feld nicht innerhalb von zehn Sekunden, könnte der eingewechselte Profi zunächst nicht aufs Feld dürfen. Die Folge: Das Team müsste für mindestens eine Minute in Unterzahl spielen. Eine klare Botschaft gegen taktisches Zeitspiel in der Schlussphase.

Auch bei Verletzungsunterbrechungen denkt man über strengere Vorgaben nach. Spieler könnten nach einer Behandlung verpflichtend für eine gewisse Zeit draußen bleiben müssen. So soll verhindert werden, dass Akteure kleine Fouls nutzen, um das Spiel künstlich zu verzögern.

Selbst der Videoassistent steht vor einer möglichen Erweiterung. Diskutiert wird, ob der VAR künftig auch bei zweiten Gelben Karten oder Ecken eingreifen darf. Bislang sind seine Kompetenzen auf klare Schlüsselszenen wie Tore, Elfmeter oder direkte Rote Karten beschränkt. Das würde die Rolle des Video-Schiedsrichters deutlich verändern – und vermutlich neue Debatten auslösen.

Fix ist allerdings noch nichts. Über die Vorschläge muss das IFAB erst offiziell entscheiden. Doch sollte es grünes Licht geben, könnte die WM 2026 zum Testfeld für die größte Regelanpassung seit Einführung des VAR werden.

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