Auf die Diskussionen über eine mögliche weitere Aufstockung der Weltmeisterschaft im Jahr 2030 reagierte der Schweizer mit einem Seitenhieb gegen die erneut nicht qualifizierten Italiener. "Vielleicht qualifiziert sich Italien bei 64 Teams. Oder wir könnten sogar auf 208 Mannschaften gehen", sagte Infantino am Donnerstag gegenüber dem brasilianischen Digitalsender "CazeTV".
Für Italien ist das ein besonders wunder Punkt. Der vierfache Weltmeister verpasst die WM in den USA, Kanada und Mexiko bereits zum dritten Mal in Folge. Entsprechend sorgte Infantinos Aussage in Italien für Verwunderung.
Sportminister Andrea Abodi reagierte irritiert: "Angesichts der großen Distanz zwischen Italien und Mexiko spreche ich lieber telefonisch mit ihm, um das zu verstehen." Die Debatte über eine weitere Vergrößerung der Endrunde ist nicht neu. Bereits bei dieser WM wurde das Teilnehmerfeld auf 48 Nationen erweitert. Für 2030 steht nun sogar eine Aufstockung auf 64 Teams im Raum.
Unterstützung kommt unter anderem von Alejandro Dominguez, dem Präsidenten des südamerikanischen Fußballverbandes CONMEBOL. Er wirbt dafür, zum 100-jährigen Jubiläum der ersten WM 1930 in Uruguay 64 Mannschaften zuzulassen.
Infantino selbst will zunächst abwarten. Man müsse sehen, "wie diese erste Weltmeisterschaft mit 48 Teams läuft", erklärte der FIFA-Boss. Gleichzeitig bestätigte er aber: "Wir haben über eine Ausweitung auf 64 Teams diskutiert. Das Thema wurde dem FIFA-Rat vorgelegt."