130 Spiele verbrachte Thorsten Fink auf der Austria-Bank, ehe im Februar 2018 nach einer Schwächephase das Aus kam. Der Trainer ging in die Schweiz zu den Grasshoppers, später nach Japan zu Vissel Kobe, wo er Topstars wie Andres Iniesta und Lukas Podolski betreute. Im September endete das Abenteuer.
Aktuell ist der 53-jährige vereinslos. "Ich möchte sicherlich weiter als Trainer arbeiten, aber ich möchte mich erstmal um meine Familie kümmern. Ich kann auch gut abwarten, bis das Richtige kommt. Es muss das richtige Projekt da sein", stellt Fink auf "Sky" klar. "Ich möchte nicht irgendeinen Klub übernehmen, um Geld zu verdienen, sondern ich möchte einen Klub haben, mit dem ich ein Projekt starten kann, wie damals bei der Austria, wo wir junge Spieler eingebaut haben, wo wir uns kontinuierlich gesteigert haben und Dinge zusammen entschieden haben."
Die "Veilchen" verfolgt Fink nach wie vor. Dass sie in einer Krise stecken, blieb ihm nicht verborgen. Angesprochen darauf, ob er sich theoretisch eine Rückkehr vorstellen könnte, meint er: "Ich kann mir natürlich alles vorstellen. Es ist natürlich ein Verein, der mir am Herzen liegt, weil es meiner Meinung nach erfolgreich war, weil wir zwei Mal in die Europa League gekommen sind. Im ersten Jahr war es der dritte Platz (Anm. in der Liga), im zweiten Jahr war es ein zweiter Platz. Es war eine Steigerung zu sehen und natürlich war Red Bull Salzburg nicht vom Thron wegzubekommen."
Den späteren Einbruch erklärt sich Fink so: "Wir hatten dann einen Umbruch, wo wir viele gute Spieler abgegeben haben, wir haben versucht, junge Spieler einzubauen, hatten Verletzungsprobleme. Es ist dann nicht mehr so gut gelaufen, von daher ist es normal, dass man dann irgendwann vielleicht abgelöst wird. Ich bin im Guten gegangen und natürlich kann ich mir immer vorstellen, zu solch einem Traditionsklub zurückzukommen. Aber im Moment haben sie einen sehr guten, erfahrenen Trainer und ich möchte mich auch ein bisschen um meine Familie kümmern. Ich war ja jetzt so lange in Japan. Jetzt schauen wir, aber in der Zukunft ist alles möglich."