Die Freude über ihren im Oktober 2021 neu eröffneten Online-Merchandising-Store "Cover3" währte nicht lange: Wenige Wochen später erhielten die Steirer Patrick Resch und Julian Schandor den Brief einer deutschen Anwaltskanzlei. Die Kanzlei drohte mit einer Klage – der Streitwert: 100.000 Euro, berichtet die "Kleine Zeitung".
"Wir verkaufen Merch für Sportteams, derzeit vor allem für die HSG Bärnbach/Köflach (ein Handball-Verein, Anm.) und die 'Styrian Hurricanes' (ein American-Football-Team, Anm.). Ein Shirt der Hurricanes enthielt in der Beschreibung auf der Website das englische Wort für 'Heimstätte', das wohl urheberrechtlich geschützt wurde", so Resch zur "Kleinen Zeitung".
"Drei Wochen haben wir uns mit dem Thema herumgeschlagen, mit unserem Rechtsschutz gesprochen und überlegt, wie wir vorgehen. Wir haben uns wirklich irrsinnig geärgert", meint Resch, der auch als sportlicher Leiter der "Styrian Hurricanes" fungiert. Als Start-up sei es zu Beginn eine Herausforderung, überhaupt Profit zu machen, so Resch.
Die beiden Unternehmer konnten sich schließlich auf eine Zahlung der Anwaltskosten in Höhe von rund 1.156 Euro einigen: "Da freut man sich dann besonders, wenn man die Einnahmen dann volley nach Deutschland überweisen kann", meint Resch zynisch. Die Beschreibung des T-Shirts wurde zudem geändert.