Niederösterreich

Firmen pleite – "Energiehilfen zu spät und zu wenig"

Österreich ist Spitzenreiter bei Insolvenzen. Die SPÖ-Wirtschaftsvertreter üben Kritik an der Art und Weise, wie Förderungen vergeben wurden.
Isabella Nittner
14.05.2023, 13:36
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In ganz Westeuropa gab es im Jahr 2022 insgesamt 139.973 Insolvenzen. Das sind um 24,12 Prozent mehr als 2021, wie aus einer Untersuchung der Creditreform vor wenigen Tagen hervorging.

Als Gründe werden die hohe Inflation, der Energiemangel und gesamtwirtschaftliche Probleme genannt. Traurige Spitze der Staaten ist Österreich. Um fast 60 Prozent stiegen die Firmenpleiten im Alpenland.

"Falsch aufgeteilt"

"Der Gläubigerschutzverband Creditreform hat jetzt bestätigt, was wir immer vorhergesagt haben: Die Firmeninsolvenzen sind rapide angestiegen. Die Coronahilfen waren also nicht treffsicher genug und wurden falsch aufgeteilt", kritisiert nun Thomas Schaden, der Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV) NÖ.

Thomas Schaden ist Präsident des SWV NÖ.
SWV NÖ

Wie die Creditreform zudem in ihrer Statistik hervorhebt, werden die Gründe für die enorm hohe Anzahl an Firmenpleiten in der Coronapolitik sowie der Art der Förderung geortet.

"Zu spät und viel zu wenig"

"Der Energiekostenzuschuss 1 und 2 kommt zu spät und ist viel zu wenig. Dabei wären Preisdeckel auf Strom und Gas die richtige Lösung gewesen, die wir immer gefordert haben. Aber diese Regierung lernt es einfach nicht", übt Schaden Kritik.

Wie mehrmals berichtet, straucheln gleich mehrere Branchen massiv. Die Gastronomie sowie Kfz-Werkstätten und die Baubranche sind enorm von Insolvenzen betroffen.

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