Das Olympia-Aus der Nordischen Kombination ist besiegelt. Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Dienstag nach einer Sitzung seiner Exekutive bekannt gab, gehört die traditionsreiche Mischung aus Skispringen und Skilanglauf bei den Winterspielen 2030 in den französischen Alpen nicht mehr zum olympischen Programm.
Weiterhin dabei ist der Parallel-Riesenslalom der Snowboarder, der ebenfalls auf dem Prüfstand gestanden hatte. Österreich holte in der Nordischen Kombination bei Olympia insgesamt 16 Medaillen: viermal Gold sowie jeweils sechsmal Silber und Bronze.
Die Nordische Kombination war seit der Winterspiel-Premiere 1924 in Chamonix dabei, allerdings wurde die "Königsdisziplin" des Wintersports vor Jahren schon angezählt. Das IOC, das sich Geschlechtergleichheit auf die Fahnen geschrieben hat, formulierte einige Kritikpunkte: zu geringe internationale Verbreitung, begrenzte Zahl konkurrenzfähiger Nationen und vergleichsweise geringe globale Zuschauerreichweite.
Auch im Feber in Mailand und Cortina waren die Frauen, die seit 2020 Weltcups austragen, nicht zugelassen gewesen.