Vor zwei Monaten überraschte Christian Scherer die Öffentlichkeit mit der Info, den rot-weiß-roten Ski-Verband zu verlassen. Der Tiroler wechselt in die Privatwirtschaft. Im Detail: Er stößt zur Chefetage der Unternehmensgruppe HTI, der Holding des Seilbahnbauers Leitner.
Beim ÖSV läuft die Suche nach einem Scherer-Nachfolger – und scheint seit dem Wochenende auch abgeschlossen. In Kitzbühel stieg ein Hearing mit fünf Kandidaten. Wie der "Kurier" berichtet, machte Jan Überall, der derzeit als Generalsekretär des Kitzbüheler Skiclubs arbeitet, das Rennen.
Ausschlaggebend sollen vor allem seine Erfahrung in der Organisation von Großveranstaltungen wie den Hahnenkammrennen sowie sein weitreichendes Netzwerk gewesen sein.
Überall setzte sich unter anderem gegen Philipp Trattner durch, dem im Vorfeld gute Chancen eingeräumt wurden. Dem früheren Leiter der Sektion Sport im zuständigen Ministerium soll laut "Salzburger Nachrichten" aber seine Nähe zu Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zum Verhängnis geworden sein.
Offiziell ist die Entscheidung, wer neuer ÖSV-Generalsekretär wird, noch nicht.