Großeinsatz in der Nacht auf Sonntag im Pratercottage in Wien: In einem Gemeindebau in der Schüttelstraße brach am späten Samstagabend im 3. Stock ein heftiger Wohnungsbrand aus. Beim Feuerwehrnotruf 122 gingen gleich mehrere Meldungen über das Feuer ein.
Als die Berufsfeuerwehr Wien eintraf, schlugen bereits Flammen aus einem hofseitigen Fenster. Das Stiegenhaus war ab dem Brandgeschoß stark verraucht und für mehrere Bewohner nicht mehr passierbar.
Die Bewohnerin der betroffenen Wohnung konnte sich noch rechtzeitig selbst in Sicherheit bringen. Andere Hausbewohner machten an den Fenstern auf sich aufmerksam oder flüchteten auf die Balkone ihrer Wohnungen.
Die Feuerwehr startete sofort einen umfassenden Lösch- und Rettungseinsatz. Atemschutztrupps drangen über das Stiegenhaus zur Brandwohnung vor, gleichzeitig wurde das Feuer auch von außen bekämpft. Damit sollte verhindert werden, dass die Flammen auf die darüberliegende Wohnung übergreifen.
Im verrauchten Stiegenhaus fanden die Einsatzkräfte eine verletzte Person und brachten sie ins Freie. Zwei weitere Bewohner wurden mit der Drehleiter gerettet, eine vierte Person konnte mit einer Fluchtfiltermaske über das Stiegenhaus in Sicherheit gebracht werden.
Insgesamt wurden neun Personen an die Sonder-Einsatzgruppe der Berufsrettung Wien übergeben. Vier von ihnen mussten in ein Krankenhaus gebracht werden.
Im Zuge der Löscharbeiten bargen die Einsatzkräfte außerdem einen medizinischen Sauerstofftank aus der Brandwohnung. Mit Hochleistungsbelüftungsgeräten wurde anschließend das Stiegenhaus entraucht. Durch den massiven Feuerwehreinsatz konnte der Brand rasch unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden.
Die genaue Ursache des Feuers ist noch unklar. Die Brandgruppe des Landeskriminalamtes Wien hat die Ermittlungen übernommen.