Fleisch, Obst, Brot und Co. – das wird alles teurer

Die Preise für Lebensmittel steigen.
Die Preise für Lebensmittel steigen.Getty Images/iStockphoto (Symbolbild)
Die Inflation ist im August auf 3,2 Prozent gestiegen und das hat Einfluss auf den Wochenendkauf. Die Preise für Lebensmittel gehen nämlich nach oben.

Die Inflationsrate für August lag laut Statistik Austria bei 3,2 Prozent (Juli 2021: 2,9 Prozent), dem höchsten Wert seit Dezember 2011 (3,2 Prozent). Der Indexstand des Verbraucherpreisindex 2020 (VPI 2020) betrug im August 2021 103,0. Gegenüber dem Vormonat Juli 2021 stieg das durchschnittliche Preisniveau um 0,1Prozent.

 Diese Lebensmittel werden in Österreich bald teurer

"Die gegenüber dem niedrigen Vorjahresniveau stark gestiegenen Treibstoff- und Energiepreise in den Hauptgruppen Verkehr und Wohnen treiben die Inflation weiter an. Neben diesen Aufholeffekten im Energiebereich tragen derzeit vor allem auch die Preissteigerungen für Flüge, Bewirtung und Materialien der Wohnungsinstandhaltung zur sich erhöhenden Inflationsrate bei", so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Gemüse, Brot, Fleisch teurer

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich moderat (durchschnittlich +0,5 Prozent; Einfluss: +0,06 Prozentpunkte). Nahrungsmittel allein kosteten insgesamt um 0,6 Prozent mehr (Einfluss: +0,07 Prozentpunkte). Nur Gemüse verteuerte sich deutlich (+5,2 Prozent; Einfluss: +0,06 Prozentpunkte).

 Bald werden Lebensmittel in Österreich teurer

Die Preise für Fleisch stiegen um 1,2 Prozent, jene für Brot und Getreideerzeugnisse um 0,5 Prozent sowie jene für Obst um 0,7 Prozent. Milch, Käse und Eier hingegen verbilligten sich insgesamt um 2,3 Prozent. Alkoholfreie Getränke wurden um 0,7 Prozent günstiger.

Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen oder den Kaffee im Kaffeehaus enthält und den täglichen Einkauf repräsentiert, stieg im Jahresvergleich um 2,2 Prozent (Juli: +2,1 Prozent).

Das Preisniveau des Miniwarenkorbs, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, stieg im Jahresabstand um 6,5 Prozent (Juli: +6,1Prozent).

Auch Preise für Strom, Heizöl und Co. steigen

Für Wohnung, Wasser, Energie wurden die Preise durchschnittlich um 3,6 Prozent angehoben (Einfluss: +0,67 Prozentpunkte). Vor allem Haushaltsenergie verteuerte sich durchschnittlich um 8,6 Prozent (Einfluss: +0,33 Prozentpunkte). Ausschlaggebend dafür waren die Preise für Strom (+7,0 Prozent; Einfluss: +0,14 Prozentpunkte) und Heizöl (+30,1 Prozent; Einfluss: +0,13 Prozentpunkte).

Gas kostete ebenfalls deutlich mehr (+7,1 Prozent). Die Preise für Fernwärme stiegen um 2,7 Prozent und jene für feste Brennstoffe um 2,2 Prozent. Die Instandhaltung von Wohnungen kostete insgesamt um 5,4 Prozent mehr (Einfluss: +0,30 Prozentpunkte). Hauptverantwortlich dafür waren insbesondere die Materialkosten (+5,8 Prozent; Einfluss: +0,22 Prozentpunkte).

Preiserhöhung in Restaurants

In Restaurants und Hotels musste durchschnittlich um 3,7 Prozent mehr bezahlt werden (Einfluss: +0,46 Prozentpunkte), wozu überwiegend teurere Bewirtungsdienstleistungen beitrugen (+3,4 Prozent; Einfluss: +0,36 Prozentpunkte). Beherbergungsdienstleistungen kosteten um 5,8 Prozent mehr Einfluss: +0,10 Prozentpunkte).

Im Jahresvergleich stiegen die Preise für Verkehr durchschnittlich um 9,2 Prozent und damit noch deutlicher als im Juli (+8,1 Prozent). Sie beeinflussten die allgemeine Teuerung mit +1,28 Prozentpunkten (Juli +1,11 Prozentpunkte) und waren damit weiter der stärkste Preistreiber im Jahresabstand. Die Treibstoffpreise legten um 23,1 Prozent zu (Einfluss +0,79 Prozentpunkte), etwas mehr noch als im Juli (+21,6 Prozent; Einfluss +0,74 Prozentpunkte).

Deutlich dynamischer entwickelten sich die Preise für Flugtickets (August: +34,2 Prozent; Einfluss +0,23 Prozentpunkte; Juli: +23,6 Prozent; Einfluss +0,16 Prozentpunkte). Reparaturen privater Verkehrsmittel verteuerten sich um 4,3 Prozent (Einfluss: +0,07 Prozentpunkte). Die Preise für gebrauchte Kraftwagen stiegen um 4,7 Prozent, jene für neue um 3,5 Prozent (Einfluss: jeweils +0,07 Prozentpunkte).

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