"Fleißige Bürger" sollen jetzt mehr Geld bekommen

Wer arbeitet, soll künftig mehr von seinem Einkommen haben.
Wer arbeitet, soll künftig mehr von seinem Einkommen haben.Daniel Karmann / dpa / picturedesk.com
WKO-Boss Harald Mahrer fordert jetzt die versprochenen Steuersenkungen von Kanzler Kurz ein. Er wünscht sich "mehr Cash für fleißige Bürger".

Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer (ÖVP) will aus dem aktuellen Aufwind der Wirtschaft "ein nachhaltiges Sommerhoch" machen und drängt deshalb nun gegenüber dem "Kurier" auf die Umsetzung der bereits seit dem türkis-grünen Regierungsantritt versprochenen ökosozialen Steuerreform mit einem Volumen von rund fünf Milliarden Euro.

Am besten schon per Jahresbeginn 2022 solle die Körperschaftssteuer (KöSt) auf Unternehmensgewinne von 25 auf 21 Prozent fallen. Gleichzeitig müsse auf Arbeitnehmerseite die Lohn- und Einkommenssteuer neuerlich angepasst werden. 

WKO-Präsident Harald Mahrer
WKO-Präsident Harald MahrerMichael Indra / SEPA.Media / picturedesk.com

"Deutliche Entlastung"

Nachdem bereits vergangenes Jahr der Steuersatz der erste Stufe von 25 auf 20 Prozent gesenkt wurde, solle nun Stufe 2 und 3 folgen. Jahreseinkommen zwischen 18.000 und 31.000 Euro würden dann nur noch mit 30 Prozent besteuert werden. Bisher waren es 35 Prozent. Bei Einkommen zwischen 31.001 und 60.000 Euro würde der Steuersatz um 2 Prozentpunkte auf 40 Prozent fallen.

Die Regierung müsse nun im Herbst liefern, fordert Mahrer. Immerhin hätten Kurz und Kogler damals versprochen, dass die ökosoziale Steuerreform das "Herzstück ihrer Arbeit" sei. Unterm Strich müsse jedenfalls eine "deutliche Entlastung" für Arbeitnehmer und Unternehmen herausschauen – und "mehr Cash für fleißige Bürger".

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