Flop-Plattform "Kaufhaus Österreich" vor dem Aus

"Kauf regional, das geht auch digital - das ist das Motto des 'Kaufhaus Österreich'."
"Kauf regional, das geht auch digital - das ist das Motto des 'Kaufhaus Österreich'."Screenshot/ kaufhaus-oesterreich.at/#/
Im November sorgte die Online-Plattform "Kaufhaus Österreich" für viel Kritik. Jetzt soll die Seite wieder vom Netz genommen werden.

Am 30. November 2020 wurde die Online-Plattform "Kaufhaus Österreich" von Wirtschaftsministerium und Wirtschaftskammer ins Leben gerufen. Sie sollte heimische Online-Shops bündeln und besser auffindbar machen. Stattdessen sorgte die Seite von Anfang an für Kritik. Jetzt steht das Projekt vor dem Aus, berichten "Der Standard" und "Kurier" unter Berufung auf das Online-Portal "Der Börsianer".

Kein Shopping-Vergnügen

Ein Shopping-Vergnügen bot die Website ihren Usern nicht. Sie kritisierten etwa, dass die Suchfunktion oft nicht funktionierte. Online-Abfragen von Produkten würden ins Leere gehen oder die Suche nach Kategorien und Geschäften unbrauchbare Ergebnisse liefern. 

Zudem konnte im digitalen Kaufhaus selbst nicht eingekauft werden. Vielmehr handelte es sich um eine Linksammlung, die zu den jeweiligen Onlineshops der Betriebe führen sollte.

637.000 Euro Kosten

Dass das Projekt in Summe 627.000 Euro gekostet hatte, stieß auch bei der Opposition auf Unverständnis. Jetzt soll die Website laut den Medienberichten in der derzeitigen Form vom Netz genommen werden.

Grund sei neben der schlechten Nutzbarkeit, dass das Wirtschaftsministerium keinen kommerziellen Marktplatz betreiben dürfe. Geplant sei, die Seite künftig nur noch als Firmenverzeichnis weiterzuführen, schreibt "Der Börsianer". Eine offizielle Bestätigung fehlt noch.

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