Flossenschwimm-Team: 1.200 Kilometer zum Training

Österreichs Flossenschwimm-Nationalteam.
Österreichs Flossenschwimm-Nationalteam.TSVÖ
Das österreichische Nationalteam im Flossenschwimmen bereitet sich auf die WM vor. Dafür werden große Distanzen zurückgelegt. 

"Wir sind in der heißen Phase, in den letzten zwölf Wochen vor der WM", richtete Nationaltrainer und Kommissionsleiter Karl Kastner gegenüber "Heute" den Blick auf die bevorstehenden Titelkämpfe. Mitte Juli steigt die WM im russischen Tomsk. Davor stehen die Junioren-Weltmeisterschaften auf dem Programm. 

Und da rechnet sich der österreichische Tauchsport-Verband (TSVÖ) durchaus Medaillenchancen aus. Beim letzten Weltcup in Lignano konnten Medaillen errungen werden.

Zwei Schwimmerinnen als Hoffnungsträgerinnen

Gerade auf Junioren-Schwimmerin Anna Benigni - aktuell Sechste der Weltrangliste - und Eva-Maria Unger, die im Oktober noch versucht hatte, eine Jahresweltbestleistung über 1.500 Meter aufzustellen, ruhen dabei die Hoffnungen der rot-weiß-roten Schwimmer. "Die Damen-Staffel ist unsere große Hoffnung. Jetzt ist ein Zeitfenster offen, was die Zusammensetzung des Teams betrifft", so Kastner weiter. 

Zeitgleich wird die WM-Vorbereitung zur logistischen Herausforderung. "Es ist schwierig, aber wir tun alles, um sie zu unterstützen", erzählte der Nationaltrainer. Aufgrund der Corona-Situation sind Trainingszeiten in Wien begrenzt. "Die MA51 ist bemüht, uns unter die Arme zu greifen, das möchte ich ausdrücklich erwähnen. Aber mit Trainingserleichterungen ist erst Mitte Mai zu rechnen. Die Open-Air-Saison wird nicht am 1. Mai starten", erklärte Kastner. 

1.200 Kilometer zum Training

Deshalb müssen die Flossenschwimmer in die Südstadt oder nach Italien ausweichen. "Jedes zweite Wochenende fahren wir nach Lignano, um dort trainieren zu können - 1.200 Kilometer. Am Donnerstag fahren wir hin, am Sonntag wieder zurück, denn am Montag geht es für die Athleten in der Arbeit, der Schule oder mit dem Studium weiter", schilderte der Flossenschwimm-Nationaltrainer. An der Adria stehen dann zwei Mal am Trag Trainingseinheiten auf dem Programm. 

Finanzielle Unterstützungen gibt es dafür nicht. "Das müsste man ein Jahr im Vorhinein budgetieren", erklärte Kastner. Die Trainingskurse gehen auf Privatinitiativen zurück. "Die Sponsoren sind die Eltern", so der Kommissionsleiter weiter. Doch der Aufwand soll mit WM-Medaillen belohnt werden. 

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