Am Donnerstag verbreitete sich die Nachricht, es seien 28 Asylwerber aus der Messe Wien abgängig. Eine Falschmeldung. Die Flüchtlinge sind nur nicht in einen Bus nach Liesing gestiegen.
Polizei und Rettung als Begleitung: Am Mittwoch wurden – wie berichtet – 19 Asylwerber vom Corona-Quartier in der Messe Wien in eine Unterkunft in der Sterngasse verlegt. Bei ihnen handelt es sich laut Krisenstab-Sprecherin Corina Had um Verdachtsfälle mit "spezieller Versorgungsnotwendigkeit". Die betroffenen Menschen seien schwer traumatisiert, erhalten nun besondere psychologische Betreuung.
Die 19 Personen waren unter jenen 400 Asylwerbern, die Anfang Mai in einer Nacht-und-Nebel-Aktion von Erdberg in die Messe Wien gebracht wurden, nachdem einige positiv auf Covid-19 getestet worden waren. Medienberichte, wonach im Zuge der Verlegung 28 Asylwerber geflohen seien, stellten sich laut Stadt Wien als glatte Falschmeldung heraus.
In einer Pressemitteilung weist der Krisenstab der Stadt Wien "medial verbreitete Gerüchte, wonach 28 Personen aus dem Betreuungszentrum in der Messe Wien abgängig sind, entschieden zurück". In einem Schriftverkehr mit dem Koordinationsstab des Innenministeriums und der Landespolizeidirektion Wien wurde bereits am Donnerstagnachmittag festgestellt, dass es sich hierbei um eine Falschmeldung handelt. Nach telefonischer Rücksprache wurde ebenfalls festgestellt, dass sich eine solche vermeintliche Sachverhaltsdarstellung auch nicht mit den Aufzeichnungen der LPD Wien deckt. Dies wurde seitens der LPD Wien auch an den Krisenstab des BMI mitgeteilt.
Der Wiener Krisenstab hält weiter fest, dass lediglich 19 Personen vom Betreuungszentrum Messe Wien in eine andere Betreuungseinrichtung gebracht wurden. Alle anderen Personen sind im Betreuungszentrum Messe Wien verblieben und nach wie vor dort aufhältig. Es ist niemand abgängig.