Flüchtlinge dürfen nach Mazedonien einreisen

Die Situation rund um Tausende Flüchtlinge vor der mazedonischen Grenze droht vollends zu eskalieren. Trotz der Bewachung der Polizei, die die Staatsgrenze mit Stacheldraht und Tränengas sichert, dürften zahlreichen Flüchtlinge der Versuch nach Mazedonien zu gelangen geglückt sein. In der Folge ließ man die anderen Wartenden die Grenze passieren. Einzelne Schätzungen sprechen von 1.500 Menschen.

Nachdem die Situation rund um Tausende Flüchtlinge vor der mazedonischen Grenze vollends zu eskalieren drohte, wurde reagiert. Nachdem zahlreichen Flüchtlinge die Grenze durchbrochen hatte, ließ man nun auch die anderen Wartenden die Grenze passieren. Einzelne Schätzungen sprechen von 1.500 Menschen.

Wie Reporter vor Ort berichten, sollen die Flüchtlinge, die zuvor tagelang im Niemandsland festsaßen Polizeiabsperrungen überwunden. Obwohl Grenzbeamte Blendgranaten zündeten, konnten sie überwältigt werden und zahlreiche Menschen so ins Land gelangen. In der Folge wurde die Grenzen einige Stunden später geöffnet und die Flüchtlinge konnten die Grenze passieren.

Die meisten Flüchtlinge planen über Mazedonien und Ungarn in andere EU-Staaten zu gelangen. Bereits am Freitag hatte die Polizei unter Zuhilfenahme von Tränengas die Situation versucht zu kontrollieren. Es gab zahlreiche Verletzte. 

Zwischenzeitlich durften 500 Menschen, vorwiegend Familien und Schwangere, die Grenze passieren. 181 Menschen aus der "verletzlichen Kategorie" seien Reisepapiere ausgehändigt worden. 

Situation unterschätzt

Laut Beobachtern wurde die Flüchtlingskrise in Mazedonien bisher weitestgehend ignoriert, von Medien und Politik kaum erwähnt und nicht durch Flüchtlingslager entschärft. Vielmehr habe es ein Bemühen gegeben, Flüchtlinge weiter nach Serbien zu schleusen. Verschärft hat sich die Situation auch dadurch, dass Ungarn mit einem vielkritisierten 175 Kilometer langen Zaun die EU-Außengrenze abriegeln will.

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