Der rechtsextreme NPD-Politiker Stefan Jagsch kam vergangenen Mittwoch gegen 9 Uhr Vormittag mit seinem Wagen aus bislang ungeklärter Ursache nahe Frankfurt bei Büdingen (Hessen) von der Straße ab und krachte gegen einen Baum. Er wurde ausgerechnet von zwei syrischen Flüchtlingen aus dem Wrack gezogen und erstversorgt.
Laut Zeugenaussagen wurde der Lokalpolitiker von zwei Syrern aus dem Auto gezogen. Dann hätten die Männer noch Erste Hilfe geleistet. Als die Einsatzkräfte an der Unfallstelle eintrafen, waren die Ersthelfer schon wieder weg.
Sie gehörten zu einer Gruppe Asylsuchender, deren Bus zufällig am Unfallort vorbeigekommen ist, bestätigte ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Büdingen diverse Medienberichte. Jagsch wurde bei dem Crash schwer verletzt.
In Büdingen gibt es eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. In dem 21.000-Einwohner-Ort hatte die rechtsextreme NPD bei den Kommunalwahlen dort 14,2 Prozent der Stimmen geholt. Jagsch war bis Ende 2015 Landesvorsitzender der NPD Hessen.