Flüchtlingsdrama vor Samos fordert viele Tote

In der Ägäis hat sich am Montag ein Flüchtlingsdrama ereignet. Zwei vor der türkischen Küste gestartete Boote mit mehr als 60 Flüchtlingen an Bord sind gekentert. Mindestens 22 Menschen, darunter auch vier Kinder, starben auf dem Weg zur griechischen Insel Samos.


Die Migranten aus Somalia und Syrien haben die Boote auf türkischem Boden gegenüber der Insel Samos betreten. Am frühen Montagmorgen kam es zum Unglück, ein Notsignal wurde abgesetzt. Daraufhin suchten EU-Patrouillenschiffe, Fischerboote und zwei Hubschrauber die Umgebung der Unglücksstelle ab.

36 Flüchtlinge wurden gerettet, für mindestens 22 Passagiere kam jede Hilfe zu spät. Die Küstenwache befürchtet, dass viele Flüchtlinge im Maschinenraum des größeren der zwei Boote ertrunken sind. Unklar waren noch die Ursachen des Unglücks, denn in der Region herrschte am Montag gutes Wetter ohne starke Winde.

Erst am Vortag hatte die griechische Küstenwache 146 Migranten im offenen Meer zwischen der Halbinsel Peloponnes und Malta sowie weitere 90 Flüchtlinge in der Ägäis aufgegriffen. Die Route Türkei-Ägäis ist sehr beliebt unter Schleppern, die Flüchtlinge aus Nordafrika und Asien in die EU schleusen. Schlepperbanden kassieren für die Überfahrt zwischen 400 Euro und 600 Euro pro Person.
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