In einer schwedischen Asylunterkunft nahe Göteborg ist eine 22-jährige Flüchtlingshelferin von einem minderjährigen Asylwerber erstochen worden. Der Verdächtige, ein 15-Jähriger, ist in Haft.
Die 22-jährige Schwedin mit libanesischen Wurzeln hatte als freiwillige Helferin in der Unterkunft für unbegleitete minderjährige Asylwerber gearbeitet, als es Montagabend zu der Bluttat kam. Die Hintergründe sind derzeit noch unklar. Die 22-Jährige wurde ins Spital gebracht, erlag dort aber ihren Verletzungen.
Der Verdächtige war nach den Messerstichen von anderen Asylwerbern überwältigt und festgehalten worden. Alle Flüchtlinge und Helfer seien schockiert von der Tat, berichtete ein Polizeisprecher gegenüber Medienvertretern. Die anderen Bewohner der Unterkunft wurden über Nacht in anderen Heimen untergebracht.
Schweden bestürzt
Der schwedische Premierminister Stefan Lofven besuchte den Tatort nur wenige Stunden nach der tödlichen Attacke. Er zeigte sich erschüttert über die Tat. "Viele Schweden befürchten, dass so etwas noch einmal passieren könnte", sagte er im Radio. Er nehme die Sorgen der Bevölkerung ernst.