Welt

Flüchtlingskrise: London und Paris arbeiten zusammen

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:28

Um dem großen Flüchtlingsstrom von Frankreich nach Großbritannien Herr zu werden und gegen Schlepper vorzugehen, haben sich die französische und die britische Regierung nun zu einer engen Zusammenarbeit geeinigt. Ein gemeinsames Kommando- und Kontrollzentrum wird in der Hafenstadt Calais eingerichtet.

Täglich versuchen Hunderte Flüchtlinge von der französischen Hafenstadt Calais aus durch den Eurotunnel nach Großbritannien zu gelangen. Auf beiden Seiten des Ärmelkanals kommt es deshalb seit Wochen zu stundenlangen Verkehrsbehinderungen.

Mit der nun angekündigten Kommandozentrale soll die Lage entspannt werden. Vor allem will man organisierte Kriminelle zur Strecke bringen, die versuchen würden, Migranten illegal nach Nordfrankreich und in weiterer Folge über den Ärmelkanal nach England zu schmuggeln.

Treffen von Innenministern

Außerdem sollen Sicherheitsvorkehrungen rund um den Eurotunnel verstärkt werden. Diese beinhalten unter anderem zusätzliche Frachtdurchsuchungen, die Installation von Überwachungskameras und Flutlichtanlagen sowie Infrarot-Ortungsgeräte. Die Zäune rund um das Gelände sollen ebenfalls verstärkt werden.

Das ganze soll bei einem Treffen zwischen den beiden Innenministern Theresa May und Bernard Cazeneuve verkündet werden.

In einem Zeltlager in Calais, das den tragischen Spitznamen "Neuer Dschungel" trägt, leben rund 4.000 Flüchtling unter menschenunwürdigsten Bedingung. Sie alle warten auf eine Weiterreise nach Großbritannien. Täglich gibt es zahlreiche verzweifelte Versuche, durch den Eurotunnel zu gelangen. 

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen