Vom Bettler zum Glückspilz

Flüchtling gewinnt 500.000 € – und hat ein Problem

Ein nigerianischer Flüchtling kaufte in Italien ein Rubbellos und räumte 500.000 Euro ab. Die Auszahlung wurde zum Nervenkrimi.
Newsdesk Heute
13.06.2026, 16:56
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Imagbe Ehizomwengie (36) kämpfte in Italien jahrelang ums Überleben. Der Nigerianer lebte ohne gültige Aufenthaltspapiere und schlug sich als Straßenhändler durch. Dann geschah das Unglaubliche: Mit einem Rubbellos gewann er 500.000 Euro.

Doch der Traum vom großen Glück entwickelte sich zum Nervenkrimi. Obwohl das Los gültig war, konnte der 36-Jährige seinen Gewinn nicht einfach abholen. Denn für die Auszahlung einer solchen Summe verlangen die italienischen Behörden gültige Ausweisdokumente und ein Bankkonto – beides hatte Ehizomwengie nicht.

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Wie die "Bild" berichtet, hatte der Nigerianer bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Nach eigenen Angaben wurde er auf seiner Flucht nach Europa zwei Jahre lang in Libyen festgehalten. Erst nach einer Lösegeldzahlung kam er frei. 2016 erreichte er schließlich Italien über das Mittelmeer.

Streit um die halbe Million

Um über die Runden zu kommen, verkaufte Ehizomwengie Taschentücher und bettelte in Turin vor einem Supermarkt. Vom mühsam zusammengesparten Geld kaufte er ein "Gratta e Vinci", Italiens staatliches Rubbellos – und gewann 500.000 Euro.

"Da ich kein gültiges Dokument besaß, konnte ich den Gewinn nicht direkt einlösen. Deshalb habe ich mich an einen Landsmann gewandt, dem ich vertraute", sagte er in einem Interview. Doch statt Erleichterung folgte neuer Ärger: Mit dem Vertrauten kam es zum Streit um das Geld.

Endlich ein normales Leben

Erst Mitglieder der nigerianischen Gemeinde und ein Cousin konnten den Konflikt schlichten. Mit einem Teil des Gewinns übernahm die Familie ein Geschäft für afrikanische Lebensmittel in der Adria-Küstenstadt Falconara. Dort fand Ehizomwengie endlich eine feste Arbeit.

Gleichzeitig kämpfte er vor Gericht um seinen Aufenthaltsstatus – mit Erfolg. Die Richter berücksichtigten seine guten Italienischkenntnisse und seine Arbeit. Inzwischen ist er in Falconara eine kleine Berühmtheit. "Ich möchte arbeiten und mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben. Ich will einfach nur ein normales Leben führen", sagt er.

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