Fluglinie JetBlue vertauschte fünfjährige Buben

Bild: Richard Drew (AP)

Eine kuriose Vertauschung mit weitreichenden Folgen hat sich in den USA ereignet. Die Fluglinie JetBlue sollte sich um zwei alleine reisende Buben, die von der Dominikanischen Republik zurück in die USA flogen, kümmern. Doch einer landete fälschlicherweise in Boston, während der andere an dessen Stelle am JFK-Flughafen in New York landete.

Der fünfjährige Andy Martinez Mercado sollte am 17. August von einem Familienbesuch in der Dominikanischen Republik nach New York zurückkehren. Er trat die Reise alleine an, Mutter Maribel zahlte für die Begleitung ihres minderjährigen Sohnes 100 Dollar (90 Euro) Aufpreis. Doch als sie am John F. Kennedy-Flughafen stand, übergaben Mitarbeiter der Fluglinie JetBlue ihr ein falsches Kind. "Nein, das ist nicht mein Kind", entgegnete die geschockte Mama.

Es dauerte drei Stunden, bis das Rätsel um den Verbleib Andys geklärt war. "Ich dachte, er ist entführt worden und dass ich ihn nie mehr wieder sehen werde", sagte Martinez der "New York Daily News". Schließlich fanden die Mitarbeiter heraus, dass der in New York angekommene Bub eigentlich nach Boston fliegen sollte und die beiden Gleichaltrigen ihre Reisepässe vertauscht hatten.

"Mami, sie haben mich in ein anderes Flugzeug gesetzt"

Andy wurde schließlich in Boston an das Telefon geholt. "Mami, sie haben mich in ein anderes Flugzeug gesetzt", sagte er am Telefon. Er wurde ins nächste Flugzeug gesetzt und noch am selben Tag nach New York gebracht. Auch der andere Bub kehrte wohlbehalten nach Boston zurück.

JetBlue bestätigte den Vorfall. "Zwei unbegleitete Kinder desselben Alters reisten getrennt voneinander von Santiago in der Dominikanischen Republik, eines nach New York JFK und eines nach Boston." Beim Boarding habe noch alles gestimmt, bevor die Kinder vertauscht worden seien.
"Nachdem wir vom Fehler erfuhren, haben unsere Teams am JFK und in Boston sofort Maßnahmen ergriffen, um die Kinder dabei zu unterstützen, die richtigen Orte zu erreichen." Dem Unternehmen sei bewusst, dass die Situation für die Familien "erschütternd" gewesen sei.

Anwalt eingeschaltet

Die Mutter hat nun einen Top-Anwalt eingeschaltet, um rechtliche Schritt gegen JetBlue einzuleiten. Dieser fordert eine unabhängige Untersuchung der Flugbehörde. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben die Ticketpreise erstattet und den Familien Fluggutscheine im Wert von 2.100 Dollar (1.880 Euro) übergeben.

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