FMA startet anonyme Whistleblower-Website

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Die Finanzmarktaufsicht hat im Rahmen der EU-Bankenrichtlinie ein Whistleblower-System einrichten müssen. Seit Jahresbeginn gab es eine Telefon-Hotline, nun wird sie von einer eigenen Website ersetzt. Über die Plattform kann man Missstände, Risiken und Verstöße von Banken, Versicherungen oder Wertpapiergesellschaften anonym melden.

hat im Rahmen der EU-Bankenrichtlinie ein Whistleblower-System einrichten müssen. Seit Jahresbeginn gab es eine Telefon-Hotline, nun wird sie von einer eigenen Website ersetzt. Über die Plattform kann man Missstände, Risiken und Verstöße von Banken, Versicherungen oder Wertpapiergesellschaften anonym melden.

"Wir rechnen mit einer großen Anzahl von Hinweisen", so FMA-Vorstand Klaus Kumpfmüller. Es gehe bei der "nicht um Vernaderung, sondern um Bewusstseinsschärfung in Bezug auf Missstände". Bisher sind bei der Finanzmarktaufsicht jährlich "mehrere hundert Hinweise und Anfragen" per Post, E-Mail und Telefon eingegangen.

Von Geldwäsche bis zur Werbung

Bei der seit Anfang Jänner aktiven anonymen FMA-Telefonhotline sind bisher 13 Hinweise eingegangen, davon waren fünf substanziell. Von Whistleblowern gemeldet wurden bislang eine Sicherheitslücke im IT-System eines Internet-Finanzdienstleisters, zwei Geldwäscheverdachtsmeldungen aus Osteuropa, irreführende Werbung und "gravierende Mängel" bei einer Pensionskasse. Strafrechtliche Sachverhalte werden von der FMA an die zuständigen Behörden weitergeleitet.

Denunzianten bleiben anonym

Die Whistleblower-Homepage der FMA soll den Informanten "absolute Sicherheit" gewähren. Der Hinweisgeber kommuniziert mit der Finanzmarktaufsicht über eine verschlüsselte Verbindung via BKMS-Server in Deutschland. Der Datenschutz ist durch die Anonymisierung von personenbezogenen Daten gegeben. Die Datenschutzkommission hat auch grünes Licht für das Projekt gegeben. Bei Interesse kann der Hinweisgeber sich auf der Website einen elektronischen "Postkasten" einrichten und weiter anonym mit der FMA kommunizieren.

Die heimischen Banken haben auch im Rahmen der EU-Bankenrichtlinie per 1. Jänner ein Whistleblower-Hinweisgebersystem einrichten müssen. Laut FMA haben die Banken bisher telefonische Hotlines eingerichtet.

KorruptionsStA hat auch Page

Die zentrale   (WKStA)  hat mit ihrer Whistleblower-Website schon gute Erfahrungen gemacht: Seit dem Start am 20. März 2013 wurden bis Jahresende mehr als 1.000 Hinweise abgeben, davon 785 über den Internet-Postkasten. Rund 60 Prozent der Hinweise hat zu weiteren Ermittlungen geführt.

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