Foda brennt: "Jetzt wollen wir nächsten Schritt gehen"

ÖFB-Teamchef Franco Foda.
ÖFB-Teamchef Franco Foda.Picturedesk
Österreichs Nationalmannschaft hat bei der EMein Stück Fußball-Geschichte geschrieben. Am Samstag soll das Märchen noch nicht enden.  

Der erstmalige Einzug in ein EM-Achtelfinale brachte der ÖFB-Auswahl einen echten Kracher. Im Londoner Wembley-Stadion geht es am Samstagabend (21 Uhr) gegen Italien. Für Teamchef Franco Foda mehr als nur ein Karriere-Höhepunkt. 

"Nächsten Schritt gehen"

"Wir haben Außergewöhnliches erreicht, jetzt sind wir im Achtelfinale. Aber jetzt wollen wir alles erledigen, um den nächsten Schritt zu gehen, wir wollen alles tun, um nach München zu kommen", zeigte sich der Deutsche kämpferisch. Das Viertelfinale würde die ÖFB-Auswahl in der Münchner Allianz Arena bestreiten. 

"Die einzigen zwei Wermutstropfen sind, dass wir das Abschlusstraining nicht in Wembley abhalten konnten, und dass keine Fans da sind. Die Unterstützung wird uns fehlen", ergänzte Foda. Aufgrund der strengen Einreise-Bestimmungen können keine rot-weiß-roten Schlachtenbummler nach London reisen. 

"Italien hat großen Respekt vor uns"

Die ÖFB-Auswahl sieht der Teamchef jedenfalls nicht chancenlos. "Ich denke, dass das italienische Team großen Respekt vor uns hat. Wir können aggressiv spielen, haben ein gutes Positionsspiel, quirlige Spieler. Aber wir wissen, dass wir der krasse Außenseiter sind. Aber selbst wenn wir nur eine Chance von zehn Prozent haben: Damit kann man viel anfangen", schmunzelte der Deutsche. 

Gleichzeitig ist der Respekt vor dem Gegner riesengroß. Schließlich hat die Squadra Azzurra mit drei souveränen Siegen klar den Achtelfinal-Einzug fixiert. "Wenn man ehrlich ist, haben sie bisher am meisten überzeugt, Auch im dritten Spiel, in dem sie viel durchrotiert haben, haben sie einen guten Eindruck hinterlassen. Sie haben ein gutes Positionsspiel, aber wir wollen selbst aktiv sein. Ich denke, das wird ein gutes Spiel", schmunzelte Foda. 

"Überglücklich und sehr emotional"

Auf das sich Foda auch aufgrund seiner Familien-Geschichte besonders freut. Der gebürtige Deutsche hat einen italienischen Vater. "Ich wäre nicht traurig, wenn wir gewinnen, auch wenn mein Vater Italiener war, ich lebe in Österreich, wäre überglücklich und sehr emotional.", gab der 55-Jährige Einblicke in seine Gefühlswelt. 

Taktik-Änderung?

Wie schon vor dem Entscheidungsspiel gegen die Ukraine gab Foda einen Teil seiner Taktik preis. "Es ist davon auszugehen, dass wir nicht so viele Wechsel vornehmen, aber an der taktischen Ausrichtung werden wir etwas ändern. Wir werden mit dem Ball anders agieren als gegen den Ball", verriet Foda. Martin Hinteregger und Florian Grillitsch werden wieder mit von der Partie sein. Einem echten Schlagerspiel steht also nichts im Weg. 

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