Es wird ernst! Am Mittwoch steigt der erste von zwei EM-Tests. Österreich tritt in England gegen die "Three Lions" an und will vor der Endrunde Selbstvertrauen tanken. In nicht einmal zwei Wochen absolviert das ÖFB-Team gegen Nordmazedonien sein Auftaktspiel bei der EURO (13. Juni). Dazwischen steht das zweite Vorbereitungsspiel gegen die Slowakei an (6. Juni).
Am Dienstag gab Teamchef Franco Foda ein Kaderupdate vor dem vorletzten Test. Schlechte Nachrichten: "Marko Arnautovic und Karim Onisiwo können definitiv nicht spielen. Bei Julian Baumgartlinger müssen wir noch abwarten." Arnautovic und Onisiwo laborieren noch an Blessuren. Kapitän Baumgartlinger hatte am Samstag ein Training wegen Schmerzen am operierten linken Knie abgebrochen. Valentino Lazaro durfte wegen der Einreisebestimmungen nicht nach England mitfliegen.
Über Konrad Laimer und Christoph Baumgartner sagte Foda: "Beide haben ohne Probleme trainiert. Laimer absolut in der Lage, auch von Anfang an zu spielen. Baumgartner konnte die letzten Spiele bei Hoffenheim nicht absolvieren können aber hat bei uns schon normal trainiert." Laimer hatte bei Leipzig monatelang verletzt gefehlt, kehrte im Saisonfinish aber zurück.
Nachsatz: "Stefan Ilsanker konnte gestern zum ersten Mal im Training – die Startelf wäre für ihn zu früh."
Die Mannschaft habe eine "sehr gute Woche hinter sich", wie Foda versichert. In der Vorwoche rückten die Teamspieler ins Camp in Bad Tatzmannsdorf ein. Jetzt wartet mit England ein Härtetest, der zeigen soll, wo man kurz vor der EM-Endrunde steht: "Wir haben uns einen sehr starken Gegner ausgesucht, gespickt mit Topspielern. Einige haben noch im Champions-League-Finale gespielt also wissen wir noch nicht genau, wer spielen wird."
Wichtiger als die Aufstellung des Gegners und das Ergebnis sei aber ohnehin das Auftreten der eigenen Mannschaft: "Wir müssen im Spiel gegen den Ball aggressiv sein, den Gegner bekämpfen. Wir spielen gegen eine große Nation, da wollen wir uns präsentieren. Wenn wir den Ball haben, wollen wir zielstrebig nach vorne spielen. Dass man das, was wir uns erarbeitet haben in dieser Woche, auf dem Platz dann wirklich bringt."
Die Stärken der Briten? "Für mich ist England einer der Top-Favoriten. Sie haben viele junge, dynamische Spieler, gerade in der Offensive. Haben sehr viel Geschwindigkeit."
Auf die Frage, ob ein gutes Ergebnis auch wichtig wäre, die im Vergleich zu vor der EURO 2016 noch fehlende Euphorie im Land zu entfachen, antwortete Foda: "Es fehlt insgesamt in allen Ländern noch die Euphorie, weil die Situation ungewohnt ist mit Covid-19 und zum ersten Mal in so vielen Ländern." Der Teamchef räumte auch ein: "Wir hatten keinen guten Lehrgang im März, das ist uns bewusst. Darum geht es uns jetzt darum, zwei gute Tests zu absolvieren. Ich will sehen, dass wir mutig sind, mit breiter Brust auftreten."