Fonds Soziales Wien: 1,6 Milliarden für 128.300 Kunden

Sozialstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) und FSW-Chef Peter Hacker stellten den Geschäftsbericht für das Jahr 2016 vor.
Sozialstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) und FSW-Chef Peter Hacker stellten den Geschäftsbericht für das Jahr 2016 vor.Bild: Denise Auer
Der Geschäftsbericht des Fonds Soziales Wien erscheint nur online – mit Fakten und Einblicken in den Arbeitsalltag.

"Wir sind nicht der Bankomat des Sozialwesens. Wir wollen Menschen eine Chance geben, auf eigenen Beinen zu stehen", so Peter Hacker, Chef des Fonds Soziales Wien (FSW) bei der Präsentation des Geschäftsberichts für 2016. Dieser erscheint nur online (2016.fsw.at) – mit Zahlen, Daten und Video-Einblicken in den Alltag – etwa in das Video-Dolmetschen bei der Beratung von Flüchtlingen. Bei dem Online-Bericht können sich Interessierte einfach durchklicken und so etwas über die Arbeit des FSW erfahren.

1,621 Mrd. Euro, 1.700 Mitarbeiter

Die Fakten für 2016: Der FSW hatte 128.300 Kunden, 1.700 Mitarbeiter, 1,621 Milliarden Euro Gesamtbudget. Die Aufteilung: 1,028 Milliarden Euro flossen in Pflege und Betreuung, 276 Millionen in die Beratung von Menschen mit Behinderung, 166 Millionen Euro in die Versorgung von Flüchtlingen und 66 Millionen Euro in die Wohnungslosenhilfe. 36.740 Flüchtlinge waren 2016 in der Grundversorgung.

Im Bereich der Pflege sei der Anteil der älteren Menschen, die Betreuung benötigen, derzeit eher gering. Ab 2025 geht FSW-Chef Hacker allerdings von einer starken Steigerung aus.

9.870 Klienten bei Schuldnerberatung

Als Initiative hebt Sozialstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) die kostenlose Schuldnerberatung hervor, die 9.870 Kunden konsultierten. "Neu ist das betreute Konto, bei dem Menschen aus dieser Spirale herausgeholt werden", so Frauenberger. Das betreute Konto soll Betroffenen auch als Hilfs- und Lerninstrument dienen. Ins Budget der Schuldnerberatung flossen 2016 2,7 Millionen Euro.

47.380 Hausbesuche im vergangenen Jahr

Bei der Hotline des Fonds Soziales Wien (unter der Nummer 24524) gingen 230.000 Anrufe ein. Das Kundentelefon ist 365 Tage im Jahr erreichbar. 47.380 Hausbesuche wurden im Jahr 2016 vom FSW durchgeführt, 59.300 Anträge – etwa auf Zuschüsse – gestellt. "Wir gehen in die Wohnungen der Menschen und versuchen, gemeinsam die beste Lösung für die jeweilige Lebenssituation zu finden", betont Hacker. Und: "Unsere Kunden sind nicht die Reichsten dieser Stadt."

Mehr als eine halbe Million (545.000) Broschüre wurden im vergangenen Jahr vom FSW verschickt – auf Anfrage von interessierten Menschen. Auch das neue Gesundheitstelefon der Stadt wird genutzt: Die Nummer 1450 entlastet Ambulanzen und Co. 180 Partnerorganisationen arbeiten mit dem Fonds Soziales Wien zusammen – darunter die Caritas und die Volkshilfe.

(gem)

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