Szene-Gastronom und Chef der "Dots"-Gruppe, Martin Ho, eröffnete kürzlich seinen neuen Club "Take Five" in Kítzbühel. Vergangene Woche wurde das Lokal der Behörde geschlossen. Grund sei laut Ho eine bürokratische Lapalie gewesen: "Die Anmeldung des gewerberechtlichen Geschäftsführers erfolgte wegen des Verordnungs-Chaos und der Feiertage verzögert", so Martin Ho im Gespräch mit "Heute" am Sonntag.
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Für Mittwoch hat Martin Ho angekündigt, das "Take Five" wieder aufzusperren, verriet er im Gespräch mit "Heute": "Wir sperren das 'Take Five' am Mittwoch unter Einhaltung aller Covid-19-Verordnungen wieder auf. Trotz des unverständlichen Vorgehens der Behörde, die ganz offensichtlich kein Verständnis für die großen Herausforderungen an Wirtschaftstreibende durch die Pandemie hat, möchten wir das Beste aus dieser unberechenbaren und wirtschaftlich sehr schwierigen Saison machen. Wir sind in Kitzbühel angekommen, um die Tradition des 'Take Five' fortzuführen und gemeinsam mit der Hotellerie und Gastronomie an einem Strang zu ziehen“, so Ho.
Besonders verwundert zeigte sich der Unternehmer über den Zeitpunkt der temporären Schließung des "Take Five" ausgerechnet am Silvesterabend: "Durch die strenge Einhaltung der 2G-Regel bieten wir den Rahmen für sichere Konsumation. Hunderte Gäste wurden am Silvesterabend durch das willkürliche Machtgehabe der Behörde in den unkontrollierten privaten Raum gedrängt. Für manche Beamte scheinen kleine Formalitäten wichtiger zu sein als der Schutz der Menschen vor Covid-19. Mangelnde Kulanz und Kleingeistigkeit können sich auch zum Treiber der Infektionszahlen entwickeln. Etwas mehr Weitsicht wäre im gesundheitlichen Interesse aller Gäste gelegen!", so Martin Ho im Gespräch mit "Heute".
Rückenwind bekam Martin Ho von Tourismusobmann Christian Harisch. Gegenüber "Heute" sagte er: "Der Tourismus und die Gastronomie durchleben die schwierigste Situation in ihrer Geschichte. Es ist sehr eigenartig, dass die Behörde genau am Silvesterabend ein Lokal wegen eines kleinen Formalfehlers schließt. Diese willkürliche Machtdemonstration von Beamten verursacht einen enormen wirtschaftlichen Schaden in einer Saison, in der alle Gastronominnen und Gastronomen ums Überleben kämpfen", so Harisch.
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Er ergänzte: "Gerade jetzt sollten Unternehmerinnen und Unternehmer etwas Hoffnung schöpfen können. Kitzbühel möchte ein klares Signal aussenden, dass Unternehmertum willkommen ist und gebraucht wird. An den Betrieben hängen Arbeitsplätze und touristische Wertschöpfung. Von den Behörden wäre etwas Fingerspitzengefühl und nicht willkürliche Machtdemonstrationen gefragt!"