Aktuell ist gegen Red Bull kein Kraut gewachsen. Der heimische Rennstall konnte alle zwölf Grands Prix und drei Sprints der Saison gewinnen. Mit zehn Rennsiegen, acht davon in Serie, führt Doppel-Weltmeister Max Verstappen die Fahrer-Weltmeisterschaft überlegen an, hat bereits 125 Punkte Vorsprung auf seinen Teamkollegen Sergio Perez.
Vor dem Hintergrund der Bullen-Dominanz zeigte sich Siebenfach-Weltmeister Lewis Hamilton besorgt über die Zukunft der Rennserie. Zwar holte der mittlerweile 38-Jährige selbst sechs seiner sieben WM-Titel in einem überlegenen Mercedes. Gleichzeitig betonte Hamilton, die "Silberpfeile" seien nie so dominant gewesen, wie es Red Bull aktuell ist.
Deshalb regte der Brite sogar eine Regeländerung an. Denn durch die Bullen-Überlegenheit könne der Rennstall früher beginnen, das nächstjährige Auto zu entwickeln. "Man müsste vielleicht dafür sorgen, dass man das Auto nicht so früh anfangen darf zu entwickeln. Zum Beispiel, indem man erst im Oktober anfangen dürfte. Als wir die Weltmeisterschaften gewonnen haben, konnten wir einfach früher mit der Entwicklung für das nächstjährige Auto starten und nächstes Jahr war es wieder dasselbe", unterstrich der Siebenfach-Weltmeister.
Derartige Beschwerden über die Red-Bull-Dominanz kommen beim ehemaligen Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya, dessen Sohn Sebastian als Nachwuchsfahrer bei den Bullen tätig ist, gar nicht gut an. "Es ist schon cool, sich zu beschweren, wenn man nicht gewinnt", so Montoya zum kolumbianischen Medium "Semana". "Er sagt, als er gewonnen hat, hatte Mercedes keinen Vorsprung, aber der Vorsprung, den sein Auto damals hatte, war genauso groß", meinte Montoya.
"Ich würde nicht sagen, dass er kein guter Fahrer wäre. Aber die Wahrheit in diesem Sport ist, dass du einfach im besten Auto sitzen musst", meinte Montoya.