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Formel 1, Tennis: Weitere Sperren gegen Russland?

Zahlreiche Sportverbände verhängten nach der Eskalation in der Ukraine Sperren gegen russische Athleten. Weitere Ausschlüsse könnten folgen.
Heute Redaktion
01.03.2022, 10:52

Nach dem militärischen Einmarsch der Russen in die Ukraine steht das Land auch im Sport international im Abseits. FIFA und UEFA schlossen Russland aus ihren Bewerben aus, auch das Internationale Olympische Komitee empfahl den Sportverbänden eine Sperre für russische Athleten.

Doch nicht alle haben das bisher umgesetzt. So hat sich untere anderem die Formel 1 und die Tennis-Verbände noch nicht festgelegt. Doch das könnte sich bald ändern. So bat etwa der ukrainische Motorsport-Verband den Welt-Automobilverband FIA um Maßnahmen gegen Russland und Weißrussland.

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Formel 1 ohne Russland?

In einem Schreiben an FIA-Präsident Mohammed Bin Sulayem wird gefordert, dass Rennfahrer mit Lizenzen, die in den Verbänden Russlands und Belarus ausgestellt wurden, nicht an Wettbewerben außerhalb ihres Heimatlandes teilnehmen dürfen. Das würde vor allem den Russen Nikita Mazepin treffen, der Stammpilot bei US-Team Haas F1 ist. Bei Ferrari steht Robert Shwartzman als Testpilot unter Vertrag.

Noch dramatischer wäre eine mögliche Sperre wohl für Daniil Medvedev, der seit Montag die neue Nummer eins in der Tennis-Weltrangliste ist. Sewa Kewlysch, Präsident des ukrainischen Verbands, meint: "Medvedev sollte nicht bei den French Open, den US Open und in Wimbledon spielen. Lasst ihn auf der ATP Tour spielen, aber Grand Slams sind ITF-Events, und wenn du bei denen nicht spielen kannst, kannst du niemals Nummer eins sein. Es würde ihnen Schande bringen, wenn sie jetzt aus dem Bewerb geworfen werden."

Sperre gegen Weltranglisten-Leader?

Der Verbandsboss der Ukraine fordere auch den Ausschluss der Russen und Weißrussen vom Davis und Billie Jean Cup. Dort ist Russland aktuell Titelträger. Weltranglisten-Leader Medvedev sprach sich in einem emotionalen Instagram-Posting für Frieden in der Ukraine aus: "Heute möchte ich im Namen aller Kinder auf der Welt sprechen. Sie alle haben Träume, ihre Leben beginnen erst, es warten so viele schöne Erfahrungen auf sie: erste Freunde, erste große Gefühle. Alles was sie fühlen und sehen, ist das erste Mal in ihren Leben. Deshalb möchte ich für den Frieden in der Welt bitten, für den Frieden zwischen den Ländern."

Weiters meint er: "Kinder werden mit einem inneren Vertrauen in die Welt geboren, sie glauben so sehr an alles: an Menschen, an Liebe, an Sicherheit und Gerechtigkeit, an ihre Chancen im Leben. Lasst uns zusammen sein und ihnen zeigen, dass das wahr ist, denn jedes Kind sollte nicht aufhören zu träumen."

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