Forscher der MedUni Wien warnen vor Netflix-Serie

Aufregung um die Netflix-Produktion "Tote Mädchen lügen nicht", die zu einem Anstieg der Suizidrate beigetragen haben könnte.
Vom nicht unumstrittenen Netflix-Serienhit "Tote Mädchen lügen nicht"gibt es bereits drei Staffeln. Ab heute kann man die dritte Staffel auch in Österreich streamen. Forscher der Medizinischen Universität Wien geben nun zu bedenken. dass es nach Serienstart nachweislich zu einem Anstieg der Selbstmordrate bei Jugendlichen in den USA gekommen sei.

Was sie der Serie durchaus anrechnen, sei die Enttabuisierung des Themas. Nur an der richtigen Umsetzung und dem psychologischen Feingespür scheint es zu fehlen. „Wichtig ist es, zu zeigen, dass es immer eine andere Lösung, einen anderen Ausweg gibt", erklären die Forscher der MedUni Wien laut „Zett".

Möglicherweise ein "Werther-Effekt"

Dabei vermuten sie, dass ein sogenannter Werther-Effekt eintreten könnte. Werther ist der melancholische Hauptcharakter aus einem der Hauptwerke Goethes, in dem der tragische Ausgang einer Dreiecks-Beziehung beziehungsweise nicht erhörten Liebe geschildert wird, der für Werther tödlich endet. Nach dem Erscheinen des populären Werkes kam es zu einem regelrechten Werther-Kult - und nicht nur der Kleidungsstil des Protagonisten wurde imitiert.

Mädchen identifizieren sich mit Hauptrolle

Eine Studie bestätigte unlängst die Vermutung. Der Studienautor warf den Produzenten der Serie eine allzu dramatische Inszenierung des Selbstmordes vor. Statistiken zeigen eine angestiegene Suizid-Rate bei Zehn- bis 19-jährigen Jugendlichen in den USA. Bei Mädchen sei sogar ein massiver Anstieg von 21 Prozent zu verzeichnen. (wobei vermutet wird, dass das an der weiblichen Hauptdarstellerin liegen könnte) In anderen Altersgruppen blieben die Werte inzwischen gleich.

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