Hitzeresistente Erdäpfel sind die neue Hoffnung

Deutsche Forscher konnten nun eine hitzeresistente Erdäpfelsorte entwickeln. Sie soll selbst bei hochsommerlichen Temperaturen hohe Erträge bringen.
In jüngster Zeit herrscht viel Aufregung um die heimischen Erdäpfel. Aggressiver Schädlingsbefall und strenge Richtlinien veranlassten die Erdäpfelbauern sogar zu einem Streik in der Wiener City.

Nach eigenen Angaben ist deutschen Forschern die Entwicklung einer hitzeresistenten Erdäpfelsorte gelungen. Die Pflanzen sollen selbst bei Hochsommer-Temperaturen von mehr als 29 Grad Knollen von guter Qualität produzieren.

Bei herkömmlichen Erdäpfelsorten, die bisher angepflanzt wurden, fand eine Reaktion auf größere Hitze in Form einer "Umschaltung ihres Wachstumsprogramms" statt. Dabei bildeten die Pflanzen mehr grüne Triebe und Blätter aus, aber weniger bis keine Knollen, sagte Uwe Sonnwald, Biochemiker von der Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).

Feldtests noch ausständig

Allerdings fanden sämtliche Tests bisher nur unter Laborbedingungen statt. Die Sorte wurde im Gewächshaus hohen Temperaturen ausgesetzt - tagsüber von mehr als 29 Grad, nachts von 27 Grad. Als nächsten Schritt sollen die Erdäpfel unter Feldbedingungen getestet werden, erläuterte Sonnewald.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Bei der Suche nach den Ursachen für das gebremste Knollenwachstum bei Hitze waren die Forscher auf eine aus 19 Nukleinsäure-Bausteinen (Nukleotiden) bestehende Ribonukleinsäure (RNA) gestoßen. Sie stellten fest, dass die RNA bei höheren Temperaturen ein Eiweiß produzierte, das das Knollenwachstum hemmte. Nun sei es ihnen jedoch gelungen, diese RNA auszuschalten, wie sie im Fachmagazin "Current Biology" berichten.

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(rfr)

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