Spritzmittel-Debatte

23. April 2019 12:44; Akt: 23.04.2019 13:13 Print

Jetzt protestieren die Erdäpfelbauern in der City

Weil sie ihre Existenz durch die strengeren Vorgaben beim Einsatz von Spritzmitteln bedroht sehen, machen die Bauern mit einer Kundgebung mobil.

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Die heimischen Erdäpfellandwirte wollen am Donnerstag in der Wiener Innenstadt protestieren. Sie sprechen sich gegen die strengeren Vorgaben beim Einsatz von Spritzmitteln aus.

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"Die letzten ihrer Art"

Am Heldenplatz wolle man daher mit Traktoren und Anhängern, beladen mit Erdäpfeln, vorfahren. Anschließend soll die Ernte verteilt werden. Dabei soll betont werden, dass dies "die letzten ihrer Art" seien.

Wochenlange Trockenheit habe die Ausbreitung des Drahtwurms begünstigt. Dieser hat nahezu die Hälfte der Knollen befallen und unverkäuflich gemacht - "Heute" berichtete.

Quantitatives Plus

Die Fast-Food-Kette McDonalds hingegen behauptete kürzlich, ihr gehen die Erdäpfel für ihre Pommes nicht aus, man verwende aber nur österreichische Ware.

Im Vergleich zum Vorjahr gab es ein quantitatives Plus bei der Erdäpfelernte. Sie legte um sieben Prozent auf 697.900 Tonnen zu, berichtete der "Kurier". Die Landwirte beklagen jedoch, dass 70 Prozent der Ernte wegen Trockenheit und den Einschränkungen beim Spritzmitteleinsatz unverkäuflich seien.

Donauwasser gegen Trockenheit

Bei Bauern, die Insektizide eingesetzt haben, betrage der Ausfall ebenfalls 30 bis 50 Prozent. Nun wird eine alte Forderung erneut gestellt: Das Weinviertel möchte Donauwasser auf seinen von Trockenheit geplagten Feldern einsetzen.

Bis entsprechende Leitungen verlegt werden, würde es jedoch Jahre dauern. Die Landwirtschaftskammer schätzte die Kosten hierfür auf rund eine Milliarde Euro.

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(rfr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Habakuk am 23.04.2019 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    Verlernt

    Unsere "Landwirte" haben verlernt, im Einklang zur Natur zu arbeiten. Würden sie regelmäßig eine veränderte Fruchtfolge einplanen, gäbe es kaum Schwierigkeiten. Aber die ständige Mono-Bewirtschaftung fördert Schädlingsbefall, der dann mit Pestiziden, Fungiziden und anderen Giftstoffen bekämpft wird. Dann wird noch künstlicher Dünger eingesetzt. Und schon hat sich die Spirale in Bewegung gesetzt. Es müssen immer mehr Giftstoffe eingesetzt werden, da die Schädlinge sich alljährlich mehr und mehr immunisieren. Die Menschheit bringt sich selbst um.

    einklappen einklappen
  • Mynameis am 23.04.2019 16:47 Report Diesen Beitrag melden

    Demonstrieren?

    Wofür? Dass SIE uns mit den Pestiziden vergiften dürfen und nicht die ausländischen Lieferanten? Weit haben wir´s gebracht! Aber beim EU-Beitritt haben die Bauern alle JA geschrien. Alle sind doch für diese Monokulturen. Ist doch ertragreicher. Das ist aber gleichzeitig einer der Punkte, die zu Ernteausfällen führen.

  • Walter am 23.04.2019 17:32 Report Diesen Beitrag melden

    Billig muss es sein

    Man bekommt das was man bezahlt und solange der Konsument nicht bereit ist mehr zu bezahlen kann man gewisse Produkte nur auf diese Weise herstellen um auf dem Markt zu bestehen das ist aber leider bei jedem Lebensmittel so siehe Hühnerfleisch aus der Ukraine das bekam man sicher nicht im bauernladen aber bestimmt bei einem der namhaften massennahversorger die jeden Tag von der , billig muss es sein ' Gesellschaft gestürmt werden.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Schaman am 24.04.2019 16:35 Report Diesen Beitrag melden

    Die "Experten" am Wort

    Das Problem der Landwirtschaft ist, dass jeder den Bauern bei der Arbeit zuschauen kann und dass es somit viele sogenannte/selbsternannte Experten gibt. Dies sieht man auch bei diesen Postings. Daher fachliche Infos: Jeder Landwirt arbeitet in und mit der Natur, sonst könnte er nicht überleben. Jedoch der Klimawandel hat dazu geführt, dass die Niederschlagsmenge in den letzten 6 Jahren um 30 Prozent sank. Und dafür ist Habakuk, Maynameis, Robert... und wie diese Experten alle heißen genauso "MITSCHULD"! Fruchtfolgen sind beim Erdäpfelanbau vorgeschrieben, Pflicht und werden auch kontrolliert!

  • F.P.K. am 24.04.2019 09:59 Report Diesen Beitrag melden

    Unverkäufliche Erdäpfel

    Komisch bei den abgepackten Erdäpfel im Supermarkt ist jeder 3. Erdapfel wurmverseucht. Also werden sie doch verkauft und der Dumme ist wieder einmal der Konsument. Wenn nun das Donauwasser im Waldviertel gefordert wird, darf man annehmen, dass das Donauwasser sowieso schon vergiftet ist. Oder wie ist das zu verstehen?

  • Robert am 24.04.2019 01:47 Report Diesen Beitrag melden

    Is mir egal

    Na und konventionelle Bauern können ruhig eingehen die sind mir so Wurst wie ihre Kartoffeln. Zum Gießen Könnens auch nix mehr nehmen. Die mitterndorfer Senke hat die kwizda schon erledigt!

  • Speedy am 23.04.2019 22:51 Report Diesen Beitrag melden

    Gewinn?

    Ein Bauer bekommt für 1000kg normal 160Euro. Für schlechte Ware die Hälfte. Also für ein Kilogramm 16 Cent. Sicher muss der Handel auch verdienen. Was kostet ein Kilo im Geschäft?

  • Desert Eagle am 23.04.2019 20:15 Report Diesen Beitrag melden

    In der Umfrage fehlt:

    Nein, ich bevorzuge Erdäpfel.