Forscher warnen: Coronavirus passt sich an Menschen an

Die gefundenen Mutationen des Coronavirus geben Forschern zu denken.
Die gefundenen Mutationen des Coronavirus geben Forschern zu denken.istock
Forscher haben Hinweise darauf gefunden, dass das Coronavirus sich anpassen und so die Effektivität eines Impfstoffes beeinträchtigen könnte.

Wissenschaftler auf der ganzen Welt suchen im Eiltempo nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Dieser kann jedoch nur wirken, wenn er genau an dessen Struktur angepasst ist. Bei einer Mutation ändern sich Teile davon. Forscher äußern nun ihre Besorgnis, weil bereits Mutationen gefunden wurden. Das deutet darauf hin, dass das Virus sich an den Menschen anpasst. Sollte das zutreffen, würde das eine Impfung erschweren.

Zwar deutet die Analyse von 5.300 Coronavirus-Genomen aus 62 Ländern auf die Stabilität des Virus hin. Völlig stabil ist es dennoch nicht. In zwei Fällen hat man bereits Änderungen in einem Protein nachgewiesen, das das Virus nutzt, um in menschliche Zellen einzudringen. Das bedeutet, es findet, wenn auch im kleinen Rahmen, bereits eine geringfügige Anpassung statt.

"Das ist eine frühe Warnung"

Der Infektiologe Martin Hibber und Autor der Studie, in der die Mutationen entdeckt wurden, betont gegenüber dem Guardian, dass dies aktuell relativ selten geschehe. Die Gefahr sei zwar momentan gering, die Entwicklung müsse jedoch genau beobachtet werden, so Hibberd. „Das ist eine frühe Warnung“, betont er. “Wir arbeiten an Impfungen und anderen Therapien gegen das Spike-Protein, weil es ein gutes Ziel ist. Wir müssen es aber genau beobachten und sicherstellen, dass keine Mutation diese Ansätze zunichte macht”

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